Markanteste Vorteile des Gemeindeverwaltungsverbands in IT- und Kommunikationstechnologie begründet

Angedachte Zielsetzung der Ulstertal-Kommunen auf den Weg gebracht

In Hilders im Landkreis Fulda hat sich seit unserem letzten Interview mit dem Bürgermeister der Gemeinde, Hubert Blum, vieles zum Positiven entwickelt. Als einen ganz klaren Standortvorteil wertet der Bürgermeister die Breitbandversorgung, die seit Dezember letzten Jahres auch in der Marktgemeinde umgesetzt worden ist.

„In der Regel haben wir überall 50 Megabit, vereinzelt sogar 100. Die Grundversorgung ist somit sicherlich gegeben“, bekundet der Hilderser Bürgermeister. „Jetzt muss man die weitere Entwicklung abwarten und schauen, welche Möglichkeiten bestehen, die Datenmengen zu erhöhen.“ Bis es allerdings soweit ist, dass man, wie der Hilderser Bürgermeister sagt, „DSL ins Haus bringen“ kann, wird aber noch einige Zeit ins Land gehen; „Aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg“, heißt es von Seiten des Hilderser Gemeindeoberhauptes.

Ein wichtiges Thema, das die vergangenen Monate immer wieder in den Schlagzeilen gewesen war, ist das Thema „Gemeindeverwaltungsverband“ im Ulstertal, dieses mit den Nachbargemeinden, Ehrenberg (Rhön) und Tann (Rhön), vor eineinhalb Jahren umgesetzt werden sollte. Als sich die besagten Kommunen vor anderthalb Jahren auf den Weg machten, sich grundsätzlich mit der Frage der Fusionierung auseinandersetzten und überlegten, wie sich ihre künftige Zusammenarbeit gestalten soll, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht einzuschätzen, dass es in Zukunft zu keiner Fusionierung kommen wird.

Mitte diesen Jahres kam man dann gemeinsam zu dem Entschluss, dass man zunächst keine Fusionierung anstrebt, sondern einen Gemeindeverwaltungsverband. Die Gründe für diese, vorerst anders gedachte Zielsetzung sind unterschiedlich: „Für die Fusionierung wäre ein längerer Prozess nötig gewesen. Auch die Mitnahme der hiesigen Bevölkerung ist ein entscheidender Faktor, dies wäre in so einer kurzen Zeit einfach nicht realisierbar gewesen“, berichtet Blum. Sicher sei, man wolle zusammenarbeiten und daher mache es Sinn, auch die Bereiche der Verwaltung zusammenzulegen, was die Gründung des Gemeindeverwaltungsverband bedeutet.

Grünes Licht habe man einstimmig und parteiübergreifend aus den Gemeindeparlamenten gegeben. Derzeit ist man gerade dabei, im Rahmen der Satzung des Gemeindeverwaltungsverbandes konkrete Fragen zu beantworten. Bürgerinformationsveranstaltungen sollen ihren Teil dazu beitragen, um die Bürgerinnen und Bürger über die Pläne zu informieren. Zusammenlegung von Verwaltungen, Bildung von Fachgruppen, Zusammenrückung von Mitarbeitern, um einzelne Arbeitsprozesse zu beschreiben, die letztlich zusammengefügt werden sollen. „Dieser Prozess wird natürlich einige Zeit in Anspruch nehmen“, schätzt Bürgermeister Blum.

Zusammengelegt werden sollen in erster Linie Bereiche, die die Bürger nicht betreffen, um Beispiel die IT- und Kommunikationstechnologie. Eine gemeinsame EDV-Anlage mit der Kommune Tann (Rhön) besteht bereits. Über die Aufnahme der Gemeinde Ehrenberg (Rhön) laufen derzeit Gespräche. „Unser großer Vorteil besteht darin, dass wir über einheitliche Programme (Finanzsoftware, etc.) verfügen. Diesbezüglich brauchen wir uns hier nicht anzugleichen. In Zukunft wird es daher möglich sein, dass die Mitarbeiter aus Ehrenberg, Tann und Hilders jeweils auf die anderen Kommunen zugreifen können. „Hierdurch wird uns die Möglichkeit oder den Vorteil gegeben, dass bestimmte Angelegenheiten gemeinsam erarbeitet und abgearbeitet werden können, unabhängig davon, wo sich der jeweilige Arbeitsplatz der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters befindet.“, so Blum.

Als einen weiteren, wichtigen Schritt soll die Zusammenlegung von Personal erfolgen, um weitere Abteilungen entstehen zu lassen. „Ich denke, um all diese Dinge in den nächsten Monaten in Angriff nehmen zu können, haben wir im kommenden Jahr viel zu tun. Sind diese Dinge erfolgreich abgeschlossen, können wir uns anderen Bereichen widmen. Personalabbau soll nach Bürgermeister Hubert Blum aber nicht erfolgen, auch wenn in naher Zukunft in der Marktgemeinde aus Altersgründen vermehrt Abgänge zu verzeichnen sein werden. „Das ist auch der Grund dafür, warum wir diesbezüglich etwas unter Druck stehen. Mehrere Mitarbeiter werden an entscheidender Stelle ausscheiden, sodass wir uns dort neu aufstellen müssen. Auch hier sollen mehrerer Bereiche zusammengelegt werden, was sich aus oben genannten Gründen anbietet, um letztlich auch an gegebener Stelle entsprechendes Personal zu akquirieren, was nach Bürgermeister Blum in der heutigen Zeit auch kein ganz so einfaches Untergangen sei. Jedenfalls soll es für die mittelfristige Planung keine Personalreduzierung geben, wenn auch in Zukunft das Ziel anvisiert werde, auch in diesem Bereich Geld einzusparen.

Weitere Themen und die ausführliche Stellungnahme des Hilderser Bürgermeisters im kompletten Interview. +++ ja

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