„Main-Kinzig blüht“ erhält Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Zartes Pflänzchen wird zur erfolgreichen Kampagne

Dank der vielen Mitwirkenden und Unterstützter wurde in kurzer Zeit viel erreicht. Foto: mkk

Mit dem Projekt „Main-Kinzig blüht“ sind in den vergangenen drei Jahren zahlreiche Grünflächen zu bunten Blühwiesen umgestaltet worden. Getragen wird die Idee von den Akteuren vor Ort mit der Unterstützung des Main-Kinzig-Kreises und des Landschaftspflegeverbandes Main-Kinzig. Nun durften sich alle Beteiligten über eine besondere Auszeichnung im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt freuen.

Die Leiterin der Abteilung Landwirtschaft, Weinbau, Forsten, Natur- und Verbraucherschutz des Regierungspräsidiums (RP) Darmstadt, Jutta Flocke, überreichte jetzt in Gelnhausen feierlich dieses Zeichen der Anerkennung an die verantwortliche Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und den Vorsitzenden des Landschaftspflegeverbandes, Klaus Schejna. Zu diesem erfreulichen Anlass hatten sich außerdem mehrere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Mitarbeiter der örtlichen Bauhöfe, Naturschutzorganisationen sowie die Koordinatoren des Projektes an der Blühfläche am Main-Kinzig-Forum eingefunden.

Wie Abteilungsleiterin Jutta Flocke erläuterte, haben die Vereinten Nationen die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt erklärt. Die Staatengemeinschaft ruft damit die Weltöffentlichkeit auf, sich für die biologische Vielfalt einzusetzen. Hintergrund sei ein kontinuierlicher Rückgang an Biodiversität in fast allen Ländern der Erde. Die Dekade soll die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben bewusst machen und Handeln anstoßen.

Mit den bunten Lebensräumen für heimische Insekten und Kleintiere habe der Main-Kinzig-Kreis das Thema sehr erfolgreich aufgegriffen, begründete sie die Auszeichnung. Diesen Eindruck bestätigte auch die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, die ihren Dank an alle mitwirkenden Kommunen, die Kreisgremien sowie beteiligte Unternehmen und Initiativen richtete. Denn mit vereinten Kräften sei aus dem buchstäblich „zarten Pflänzchen“ seit 2015 eine wirksame Bewegung geworden.

Im Mittelpunkt stand das Ziel, die Biodiversität im besiedelten Bereich zu erhöhen und eine größere Vielfalt an einheimischen Pflanzen und wildlebenden Insekten auf öffentlichen und privaten Grünflächen zu erwirken. Schon ein Jahr später starteten die Aktivitäten „Jossgrund summt“ und „Maintal blüht“, weitere Maßnahmen in anderen Kommunen folgten. Im März 2016 wurde zudem am Main-Kinzig-Forum eine große Wildblumenwiese angelegt. Mit der Förderung durch das Land Hessen für die Jahre 2018 und 2019 konnte die Arbeit im Projekt „Main-Kinzig blüht“ noch intensiviert werden. Viele Städte und Gemeinden haben sich in den vergangenen Jahren der Kampagne angeschlossen.

Eine zentrale Rolle hat dabei der Landschaftspflegeverband Main-Kinzig, der die einzelnen Maßnahmen koordiniert, Fortbildungen organisiert und die Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Für den Verbandsvorsitzenden Klaus Schejna „eine beeindruckende Bilanz, die zudem ein gutes Gefühl hinterlässt“. Wie Geschäftsführerin Barbara Fiselius ergänzte, sind bereits knapp 100 Blühflächen entstanden und die Nachfrage sei weiterhin hoch.

Gemeinsam mit Bernd Leutnant von der Unteren Naturschutzbehörde schilderte sie die praktische Umsetzung und berichtet von den guten Erfahrungen der vergangenen Monate. Ein Erfolgsgeheimnis von Main-Kinzig blüht“ sei der kurzfristige Effekt, denn schon im ersten Jahr locken die bunten Wiesen zahlreiche Insekten an und erfreuen das Auge. Aufgrund der kontinuierlichen Informationskampagne seien auch das Verständnis und die Akzeptanz in der Bevölkerung für die „gepflegte Wildnis“ deutlich gestiegen.

Nach Ansicht der Ersten Kreisbeigeordneten erhält das Projekt mit der besonderen Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt die Chance, überregional noch bekannter zu werden. Diese Anerkennung der Vereinten Nationen sei der Ausweis des wertvollen gemeinsamen Engagements und eine eindrucksvolle Bestätigung, dass sich die Ausdauer und die Überzeugungsarbeit gelohnt haben. „Wir tragen gemeinsame Verantwortung für unsere Umwelt und die beginnt vor unserer Haustür“, formuliert Susanne Simmler das zentrale Prinzip von Main-Kinzig blüht. +++ pm

 
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