Luchs fühlt sich in Hessen anscheinend rundum wohl

Wiesbaden. „Ein zentrales Anliegen der Landesregierung ist die Erhaltung, Entwicklung und auch die Wiederherstellung einer reichhaltigen Artenvielfalt. Der Luchs ist hierfür ein besonders erfreuliches Beispiel. Er galt in Mitteleuropa seit Generationen als ausgestorben. Doch jetzt hat er sich nach langer Abwesenheit wieder angesiedelt und fühlt sich augenscheinlich sehr wohl bei uns. Denn in Hessen wurden im vergangenen Jahr wiederholt Jungtiere geboren. Das ist ein Gewinn für den Artenschutz und die Biodiversität in unseren Landschaften“, so Umweltministerin Priska Hinz bei der Präsentation des Luchsberichtes 2015.

Ministerin Hinz hat den Bericht heute zusammen mit Vertretern des Arbeitskreises (AK) Hessenluchs vorgestellt – einem Zusammenschluss aus Naturschützern, Forstleuten und Jägern. „Rund 150 Jahre war der Luchs hierzulande ausgerottet. Seit 1999 werden wieder Luchse in Hessen gesichtet. Dieses Jahr gibt der Luchsbericht Anlass zu Optimismus, denn im Erfassungsjahr 2014/2015 wurden zum fünften Jahr in Folge wieder Jungtiere in Hessen geboren. Außerdem gab es durch die Intensivierung der Beobachtung den Rekord von 90 gesicherten Luchsnachweisen. Wir dürfen daher hoffen, dass der Luchs in Hessen tatsächlich dauerhaft heimisch wird“, so Hinz.

Luchsbestand trotz Jungtieren noch nicht gesichert

Ausschlaggebend für die positive Bewertung durch das Umweltministerium und den AK Hessenluchs sind neben den durchgehenden Fortpflanzungsnachweisen auch die Belege für einen intensiven Austausch mit der Population aus dem Harz. Trotz der erfreulichen Entwicklung in den letzten Jahren ist der Bestand wegen der weiterhin geringen Anzahl der Individuen aber noch längst nicht gesichert. „Die geringe Nachwuchsrate des Luchses in Verbindung mit der natürlichen hohen Sterblichkeit der Jungluchse von bis zu 80 Prozent bergen immer noch das Risiko, dass der kleine hessische Luchsbestand sich wieder auflöst,“ mahnt Thomas Norgall, Naturschutzreferent des BUND Hessen und einer der Koordinatoren im Arbeitskreis Hessenluchs. Erstmals gelang es den Experten, einzelne Luchse zu identifizieren. So weiß man nun, dass sich im letzten Jahr in den nordhessischen Wäldern Söhre, Riedforst, Meißner und Kaufunger Wald vier verschiedene Luchse aufhielten.

“Die Erhaltung, und eben auch die Wiederherstellung, der Biodiversität ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Hinweise auf Luchse können Jäger, Förster, Naturschützer und die Bevölkerung an regionale Luchsbeauftragte melden“, appelliert Hinz. „Ich bin sehr stolz auf die langjährige Zusammenarbeit des Umweltministeriums mit dem AK Hessenluchs. Außerdem danke ich dem Engagement von Dr. Markus Port von der Georg-August-Universität Göttingen und der Heidehof-Stiftung, durch die wir das Foto-Monitoring deutlich ausweiten konnten“, lobt die Umweltministerin. +++ fuldainfo

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