Am Sonntagmorgen gegen 1.20 Uhr fuhr ein Lkw-Sattelschlepper mit polnischem Kennzeichen aus Richtung Atzenhain kommend nach Bernsfeld. In der Ortschaft verlor der Lkw-Fahrer aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Gefährt. Er mähte auf einer Verkehrsinsel ein Verkehrszeichen nieder, fuhr auf die in die 100 Meter entfernte Tankstelle und krachte dort in eine Diesel-Zapfsäule. Selbst dieser Vorfall konnte den Lkw-Fahrer nicht aufhalten.
Er fuhr danach mit dem Sattelschlepper durch eine enge Passage zwischen zwei Häuser durch, über einen Parkplatz und anschließend die Straße „Auf der Tannenwiese“ hinunter bis zur Straße „Auf dem Stein“. In dieser Straße fuhr der Lkw-Fahrer noch rund 80 Meter bis kurz vor die „Weitershainer Straße“. Die gesamte Fahrstrecke von der Verkehrsinsel bis zum Stillstand beträgt rund 600 Meter. Dort endete seine Fahrt. Vermutlich hatte er schon auf der Verkehrsinsel die Ölwanne und das Getriebe aufgerissen, sodass sich ein Gemisch aus Motor- und Getriebeöl über eine Fläche von rund 6.000 Quadratmeter auf verteilte. Ein Bergeunternehmen wird noch bis in den frühen Morgenstunden mit der Reinigung beschäftigt sein.
Steffen Brand, Gruppenführer der Feuerwehr Bernsfeld: „Wir, wurden kurz nach 1.00 Uhr zu einem Unfall in Bernsfeld alarmiert. Ein Lkw sei in eine Zapfsäule gefahren. Beim Eintreffen bot sich ein größeres Schadensbild. Auf der Straße haben wir eine Ölspur von rund 300 Meter, die nun durch eine Fachfirma beseitigt werden muss.“ Zum Glück wurde niemand verletzt. An der Einsatzstelle waren neben dem Bergeunternehmen die Freiwilligen Feuerwehren aus Nieder-Ohmen und Bernsfeld mit 19 Einsatzkräften sowie eine Streife der Polizeistation Alsfeld. Ob der Lkw-Fahrer Alkohol konsumiert hat, ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 40.000 Euro. Das Bergeunternehmen rechnet mit über 70.000 Euro Gesamtsachschaden. Ein freiwilliger Atemalkoholtest bei dem Lkw-Führer ergab einen Wert von 1,95 Promille. +++ kec



