Lindner vor Dreikönigstreffen: FDP steht für Erneuerung

Christian Lindner (FDP)
Christian Lindner (FDP)

Berlin. FDP-Chef Christian Lindner gibt sich vor dem Dreikönigstreffen Ende der Woche kämpferisch. „Die FDP steht für Erneuerung“, sagte Lindner dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Wir wollen nicht am Status quo festhalten, sondern echte Veränderungen für Deutschland erreichen“, so der FDP-Chef. „Da das im Bund erst einmal nicht möglich ist, gehen wir jetzt über die Länder. Drei Regierungsbeteiligungen haben wir schon.“ 2018 würde die FDP in Bayern und Hessen Regierungen mittragen, „wenn die Konstellationen dort einen Politikwechsel erlauben“.

Leutheusser-Schnarrenberger beklagt Vertrauensverlust in FDP

Die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) beklagt einen Vertrauensverlust in ihre Partei wegen des Abbruchs der Jamaika-Sondierungen. „Bei denjenigen, die mit ihrer Stimme dazu beigetragen haben, dass die FDP mit mehr als 10 Prozent fulminant wieder in den Bundestag zurückgekehrt ist, gibt es Unsicherheit, viele Fragen und Zweifel“, sagte Leutheusser-Schnarrenberger dem „RND“. Viele von ihnen hätten die FDP gerne in der Regierung gesehen und nicht in der Opposition. „Gerade jetzt sprechen mich viele an und fragen: Was wird jetzt aus der FDP? Da muss Vertrauen wieder hergestellt werden“, so die frühere Bundesjustizministerin. Sie selbst bedauere die Entscheidung zum Abbruch der Gespräche mit CDU, CSU und Grünen, für die Lindner gemeinsam mit dem Präsidium der Partei stehe, und sprach von einer verpassten Chance. „Ökologie und Ökonomie hätten versöhnt, Freiheit und Bürgerrechte stärker in den Fokus gerückt werden können. Da wäre unterm Strich ein Regierungsprogramm für gute vier Jahre möglich gewesen.“ +++


Popup-Fenster

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*