Leichenfund Grebenhain – Ermittlungen seit Dezember 2013

Grebenhain. Bei einer Polizeidurchsuchung wurde am Dienstagmittag in Grebenhain eine weibliche Leiche aufgefunden. Wie die Staatsanwaltschaft in Gießen am Freitagmorgen auf Anfrage mitteilte, wurde der Leichnam im Garten eines Hauses in der Friedhofstraße ausgegraben. Bei der Toten soll es sich um eine ältere Frau handeln, die bereits vermutlich im Jahr 2005 verstorben ist.

Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass eine 72-jährige Freundin seitdem die Pflege- und Rentengeldzahlungen der Toten vereinnahmt hat. „Die Tote und die 72-jährige Verdächtige standen in einem freundschaftlichen Verhältnis“, so Staatsanwalt Thomas Hauburger. Die Staatsanwaltschaft Gießen und eine Sonderkommission der Polizei ermitteln nach eigenen Angaben bereits seit Dezember 2013, insbesondere wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges gegen die 72-Jährige.

Bei der Ausgrabung der Toten befand sich das Technische Hilfswerk im Bereitstellungseinsatz. Nach Angaben von Staatsanwalt Hauburger mussten die THW-Helfer jedoch keine Hilfe bei der Bergung leisten. „Es war zuerst angedacht, den Ausgrabungsort mit einem Zelt abzuschirmen“, erklärte der Staatsanwalt. Laut seinen Angaben kamen Leichenspürhunde in dem Garten zum Einsatz. Details zu der Lokalität in der Friedhofstraße und der Bergung des Leichnams nannte die Staatsanwaltschaft bislang nicht. Nach unbestätigten Angaben soll es sich um eine Doppelhaushälfte am Anfang der Friedhofstraße handeln.

Die Leiche wird derzeit in der Giessener Gerichtsmedzin obduziert, bislang haben sich dort keine Hinweise auf ein Fremdverschulden im Sinne eines fahrlässigen oder vorsätzlichen Tötungsdelikts ergeben. Die Ermittlungen dauern an, weitere Auskünfte behält sich die Staatsanwaltschaft Gießen zu gegebener Zeit vor. +++ fuldainfo – pw

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