Lauterbach: Keine Impfpflicht für Kinder – aber für Erwachsene

Stiko will Impfempfehlung für Kinder bis Ende Dezember vorlegen

Im Streit um die Impfpflicht gegen das Coronavirus lehnt der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach einen Zwang für Kinder ab. „Bei Kindern sollte man von der Impfpflicht absehen“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“. Bei Erwachsenen hält der SPD-Politiker die Immunisierungspflicht nach eigenen Angaben aber für nötig, um 2022 zwei neue Corona-Wellen zu vermeiden. „Leider kommen wir um eine Impflicht langfristig wohl nicht mehr herum. Bei der Kombination aus der hohen Ansteckung (hoher R-Wert) der Delta-Variante und der zu geringen Impfquote würden wir spätestens im nächsten Herbst eine neue Infektionswelle bekommen. Sogar eine Frühjahrswelle ist nicht ausgeschlossen. Erst eine Impfpflicht für Erwachsene beendet den Horror“, so Lauterbach.

Stiko will Impfempfehlung für Kinder bis Ende Dezember vorlegen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) bereitet eine Empfehlung zur Corona-Impfung für Kinder zwischen fünf und elf Jahren pünktlich zum Start der ersten Impfstofflieferung vor. Die Kommission arbeite derzeit noch an der Empfehlung, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Unser Ziel ist es, diese Empfehlung bis Ende Dezember, möglichst bis zum Start der Auslieferung des Kinder-Impfstoffs an die Länder, fertig zu stellen.“ Eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zur Zulassung eines Corona-Impfstoffs für Kinder zwischen fünf und elf Jahren wird noch in dieser Woche erwartet. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, den Ländern ab 20. Dezember die erste Lieferung mit 2,4 Millionen Dosen des Kinderimpfstoffs zur Verfügung zu stellen. +++

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