Landkreise fordern Mitspracherecht bei Breitbandausbau

Vectoring sei "von vorgestern"

Berlin. Vor einem Treffen der Landkreise am kommenden Montag (19.2.) in Berlin wendet sich Reinhard Sager (CDU), Präsident des Deutschen Landkreistages, gegen den Breitbandausbau in Deutschland mit Kupferleitungen der Telekom. Das sogenannte Vectoring, also eine Kombination von Glasfaser- und Kupferkabeln, sei “von vorgestern” und nicht leistungsfähig genug, sagte er dem Nachrichtenmagazin Focus. Die Landkreise, so Sager, wollen deswegen in die Formulierung künftiger Förderrichtlinien für den Breitbandausbau “maßgeblich einbezogen werden”. Hintergrund ist das erklärte Ziel der Bundesregierung, die Anbindung aller Haushalte mit schnellen Internetleitungen voranzutreiben. Der Koalitionsvertrag sieht hierfür bis zu zwölf Milliarden Euro Fördermittel vor, bleibt aber bei der geförderten Technik unklar. Mittlerweile mehren sich in Union und SPD Stimmen, die eine eindeutige Festlegung auf reine Glasfasertechnik fordern, die Übertragungsraten von einem Gigabit pro Sekunde ermöglicht. Vectoring-Verbindungen schaffen in vielen Fällen nicht einmal 50 Mbit/Sekunde. Die Deutsche Telekom torpediere Digitalisierungvorhaben, beklagen neben Sager auch Telekom-Konkurrenten. Wiederholt habe die Telekom, sobald Kommunen im Verbund ihr Datennetz fit machen wollten, ihre Leitungen in der am dichtesten besiedelten Gemeinde notdürftig mit Vectoring-Technik hochgepäppelt. Die Folge: Der betreffenden Gemeinde seien die Fördermittel entzogen worden, ganze Projekte seien geplatzt. +++

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