Land zahlt Millionen für leerstehende Immobilien

Hessengeld1

Das Land Hessen hat im vergangenen Jahr rund 6,1 Millionen Euro Miete für leerstehende Immobilien gezahlt. Das geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Kleine Anfrage des fraktionslosen Landtagsabgeordneten Sascha Herr hervor. Wie das hessische Finanzministerium mitteilte, handelt es sich beim Großteil der betroffenen Gebäude um sogenannte LEO-Objekte.

Hintergrund ist ein Immobiliengeschäft der damaligen Landesregierung aus den Jahren 2004 bis 2006. Damals wurden insgesamt 55 landeseigene Immobilien für rund 2,1 Milliarden Euro verkauft und anschließend für Zeiträume von bis zu 30 Jahren zurückgemietet. Das Modell wurde unter der Bezeichnung LEO-Programm bekannt.

Nach Angaben des Finanzministeriums summieren sich die Kosten für diese Rückanmietungen in den vergangenen 21 Jahren inzwischen auf rund 2,5 Milliarden Euro. Trotz der anfallenden Mietzahlungen stehen mehrere der angemieteten Immobilien leer.

Zu den Gründen für den Leerstand machte das Ministerium keine Angaben. Auch dazu, welche Gebäude konkret betroffen sind oder wie lange einzelne Objekte bereits ungenutzt bleiben, wurden zunächst keine weiteren Informationen veröffentlicht. +++


Popup-Fenster

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*