Lärmschutzwand in Gelnhausen-Höchst hat für Autobahn GmbH keine Priorität

Stolz: „Für die Anwohnerinnen und Anwohner dieses Teilstücks eine Katastrophe“

Vor rund vier Jahren sah es zwischenzeitlich nach einer kurzfristigen Umsetzung der Erneuerung der nicht mehr funktionsfähigen Lärmschutzwand an der A66 im Bereich Gelnhausen-Höchst aus. Doch diese Hoffnung wurde wenige Monate später wieder zerstört, denn in einer Mitteilung aus dem Hessischen Verkehrsministerium hieß es, dass dieses Projekt frühestens 2025 zur Umsetzung kommen wird. Nun gab es den nächsten Rückschlag: Die Autobahn GmbH hat auf erneute Nachfrage des Main-Kinzig-Kreises geantwortet, dass „eine neudimensionierte Lärmschutzwand kurzfristig nicht realisiert werden kann“.

Für Landrat Thorsten Stolz eine Nachricht, die bei der betroffenen Bevölkerung nur Unverständnis und Ärger hinterlässt. Denn bereits seit vielen Jahren passiert in der Sache gar nichts und diverse Zusagen und Ankündigungen blieben leere Versprechungen. Nun werde als Begründung „eine neue Richtlinie“ angeführt, die neue Untersuchungen sowie entsprechende „Planungs- Genehmigungs- und Bauzeiträume“ erforderlich macht.

Eine Auskunft, die Landrat Thorsten Stolz in einem erneuten Schreiben heftig kritisiert, zumal keinerlei zeitliche Perspektiven genannt werden. „Es ist für die Anwohnerinnen und Anwohner dieses Autobahnteilstücks eine Katastrophe, dass das von Hessen Mobil für dieses Jahr angekündigte Planfeststellungsverfahren noch nicht einmal begonnen wurde“, macht er deutlich. Zudem richtet er die Forderung an die Autobahn GmbH, „den erforderlichen Austausch von unbrauchbaren Lärmschutzelementen noch in diesem Jahr umzusetzen“. Das sei das Mindeste, was jetzt getan werden müsse.

Darüber hinaus erneuert er die Kritik, dass „eine derartig lange Planungs- und Bauphase“ für die Erneuerung der Lärmschutzwand „nicht angemessen“ sei. Das eigentliche Ärgernis sei jedoch, dass die Angelegenheit offensichtlich komplett ignoriert und ausgesessen werde. Die Bürgerinnen und Bürger können jedoch nach fast fünfjähriger Hängepartie konkrete Schritte und spürbare Verbesserungen und eine Erneuerung der nicht mehr funktionsfähigen Lärmschutzwand erwarten.

Wie Landrat Thorsten Stolz betont, ist die Autobahn 66 eine der größten Lärmquellen im Kinzigtal und die Abschnitte in Höhe der Kreisstadt Gelnhausen und der Kurstadt Bad Soden-Salmünster stehen schon lange Zeit in der Diskussion. Daher seien aus Sicht des Landrates bauliche Schutzmaßnahmen insbesondere im Bereich der Ortschaften dringend gefordert. In den Kreisgremien herrsche Einigkeit, dass parallel zum wachsenden Verkehrsaufkommen auch das Schutzbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger ansteige. „Wir erwarten, dass seitens der Autobahn GmbH endlich die erforderlichen Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsschritte eingeleitet werden, so der Landrat abschließend. +++ pm

 

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