
Wasserkuppe/ Fulda. Hohen Besuch hatte am Mittwoch das Segelflugmuseum und die Segelflugschule auf der Wasserkuppe: die SPD Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Nach Begrüßungsworten und einer kurzen Einführung in die Geschichte der Segelflugschule Wasserkuppe durch Gerd Allerdissen, Vorstand des Fördervereins, ging es für Zypries, die Koordinatorin für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, weiter durch das Segelflugmuseum. Während der Führung, die Dr. Klaus Hufnagel übernahm, war es der Staatssekretärin möglich, mit den verschiedenen Segelflugmodellen auf Tuchfühlung zu gehen.
„Das Segelfliegen auf der Wasserkuppe war schon in den Anfängen der Segelfliegerei was Besonders“, schilderte Hufnagel. Auf der Wasserkuppe habe man ideale Voraussetzungen gefunden: Sie war unbewaldet und es gab perfekte Winde, fügte er hinzu. Der Segelflug auf der Wasserkuppe sei einzigartig, so einen Ort gebe es nirgendwo, sagte Hufnagel. Im Anschluss an den Museumsrundgang hielten zwei Studenten einen Vortrag über den Idaflieg. Als krönender Abschluss auf der Wasserkuppe wurde ein Kurzrundflug mit Fliegerschulen-Leiter Harald Jörges organisiert. Die Bundestagsabgeordnete Zypries hatte Gelegenheit, von einem Motorsegelflieger aus über das Rhöner Naturschutzgebiet zu fliegen. Die Begrüßung im Café der Fliegerschule erfolgte durch Landrat Bernd Woide.
Gegen Mittag stattete Zypries noch der Freiherr-vom-Stein-Schule Fulda einen Besuch ab. Im Fokus stand der Besuch der Hans-Nüchter-Sternwarte und des Schulplanetariums. Eine Politikerin zum Anfassen gab es für eine 11. Klasse, für die sich Zypries Zeit nahm und geduldig auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler einging. In der darauf folgenden Besichtigung des Schulplanetariums und der Sternwarte, zeigte sich die SPD-Politikerin sichtlich begeistert und lobte Oberstudiendirektor Helmut Sämann über das vielfältige naturwissenschaftliche Bildungsangebot am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Positiv überrascht war Zypries von den Astro-Kids, die der SPD Politikerin eine Einführung in die Astrophysik gaben.
Wie Schulleiter Helmut Sämann in einer kurzen Gesprächsrunde sagte, werde man in Deutschland mit G8/G9 einen Fleckenteppich bezügliche der Schulabschlüsse bekommen. Hier müsste der Bund viel stärkere Initiativen ergreifen. Bildungspolitik müsse verstärkt Sache des Bundes sein, mahnte Sämann. Man verlange von Arbeitgebern innerhalb Deutschlands berufliche Flexibilität und die Kinder scheitern an einem Schulsystem, das mit großen Unterschieden aufwartet. Man habe ja schon innerhalb von Fulda Probleme, eine Schule zu wechseln, obwohl versucht werde, zu gemeinschaftlichen Inhalten zu kommen, so Sämann abschließend. +++ fuldainfo | jessica auth

Hinterlasse jetzt einen Kommentar