K+S: Es bedarf intelligenter Lösungen

Philippstahl. Um sich ein Bild der Lage im K+S-Werk „Werra“ zu verschaffen, traf sich der SPD Kreisvorstand Wartburgkreis mit Betriebsrat Harald Döll und IGBCE Bezirksleiter Friedrich Nothhelfer. „Die bisherigen Leistungen, die die K+S AG erbracht hat, um die Umwelteinflüsse durch die Produktionsrückstände zu reduzieren, sind aller Ehren wert,“ bemerkt Maik Klotzbach, stellv. Vorsitzender der SPD Wartburgkreis. „Schaut man sich die Rückstandsmengen über den historischen Verlauf an, hat sich enorm viel getan,“ führt Klotzbach weiter aus.

Im Vereinbarten 4-Phasen-Plan mit dem Land Hessen, bzw. im neuen „Masterplan“ der FGG Weser, ist eine weitere starke Reduzierung der flüssigen Rückstandsmengen vereinbart. Für 2021 sogar der Stopp der Laugenverpressung in den Untergrund. „Es ist sehr verwunderlich, dass K+S die Laugenverpressung in den Untergrund bis 2021, bei deutlich reduzierten Mengen, nicht genehmigt wurde. Besonders, wenn man bedenkt, dass über den gesamten Zeitraum – seit Beginn der Kali-Produktion – viele 100 Millionen Kubikmeter Lauge verpresst wurden. Jetzt, kurz vor der freiwilligen Beendigung durch K+S, werden die letzten 12 Millionen Kubikmeter nicht genehmigt. Bildlich gesprochen: Ein Schnapsglas auf ein großes Fass“, sagt Holland-Nell, Vorsitzender der SPD Wartburgkreis. Beeindruckt zeigte sich der SPD Kreisvorstand vom „3D-Modell“, welches die Ausbreitung der versenkten Lauge im Untergrund berechnet und darstellt. Ein numerisches dreidimensionales Grundwassermodell, das K+S in Zusammenarbeit mit DHI-Wasy und weiteren renommierten Fachbüros, entwickelt hat. Es bildet mit rund zwei Millionen Gitterpunkten, auf einer Fläche von rund 1.200 Quadratkilometern, Entwicklung und Zustand des Grundwassers bis zu einer Tiefe von 1.300 Metern ab. Gespeist wird es durch ein engmaschiges Netz von mehr als 450 Grundwassermessstellen.

„Wir begrüßen die Übergangsregelung seitens des Regierungspräsidiums Kassel. Auch wenn damit, die Produktion nicht vollumfänglich aufrecht erhalten werden kann, ist sie ein Schritt in die richtige Richtung. Wirtschaftsminister Tiefensee (SPD), der sich bereits für die Kalikumpel stark gemacht hat, muss weiter Druck auf die Landesregierung in Hessen machen“, sagt Klotzbach. Weiter führt er aus: „Fehlende politische Tätigkeit seitens der letzten Landesregierungen in Hessen und Thüringen, Ministerpräsidenten und Umweltminister allesamt aus der CDU, müssen nun schnell nachgeholt werden. Der Thüringer Landesregierung die Schuld in die Schuhe zu schieben, ist reiner Populismus zu Lasten der Beschäftigten von K+S.“ Die SPD Wartburgkreis wird sich weiter für die Arbeitsplätze im Kalirevier Werra einsetzen. Ökonomie und Ökologie müssen sich nicht ausschließen. Dazu bedarf es intelligenter Lösungen und langfristiger Maßnahmepläne, an denen sich K+S orientieren kann. „Gemeinsam können wir die Zukunft unserer Region gestalten“, so Klotzbach abschließend. +++

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