Fehling: Kritik an der Absage des Lullusfestes trifft die Falschen

Einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung angegriffen

Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling

Die Absage des diesjährigen Lullusfestes durch den Magistrat der Kreisstadt hat seit der letzten Woche für ein breites Echo in der Bevölkerung und in den Medien gesorgt. Dabei wurden in mehreren öffentlichen Beiträgen einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung angegriffen und für die Absage der Großveranstaltung verantwortlich gemacht.

„Es handelt sich bei der Lolls-Absage, wie bei allen städtischen Themen dieser Größenordnung, um eine politische Entscheidung von gewählten Mandatsträgern. Nun aber einzelnen Kolleginnen und Kollegen aus der Stadtverwaltung vorzuwerfen, sie hätten ihre Arbeit nicht gemacht oder zu wenig ‚gekämpft‘ und sie dann unter Namensnennung sogar noch zu ‚Statements‘ aufzufordern, ist ungerecht und absurd. Zum einen sind Verwaltungsmitarbeiter grundsätzlich nicht berechtigt, für städtische Gremien zu sprechen. Zum zweiten hat das Lullusfest-Team, wie auch die Festspiele und der Fachbereich Stadtmarketing, in den letzten 17 Monaten besonders arbeitsreiche, harte und frustrierende Zeiten hinter sich. Zum Teil wöchentlich veränderte Rechtsgrundlagen und die Anforderungen von Genehmigungsbehörden und Gesundheitsämtern haben vor Ort zu einer Vielzahl von Doppel- und Alternativplanungen geführt, die oft von Erfolg gekrönt waren, bedauerlicherweise bei unserem Lullusfest aber nicht – wie bei einer Vielzahl von Großveranstaltungen in ganz Deutschland“, so Bürgermeister Thomas Fehling in einer Mitteilung.

„Das Lullusfest-Team hat in den letzten Jahren vor Corona erfolgreiche Arbeit geleistet. Ihnen jetzt wohlfeil vorzuwerfen, sie hätten dieses und letztes Jahr nicht genug versucht, geht an den Realitäten vorbei. Sie haben alle Vorschläge und Alternativen, die in den Leserbriefen und Kommentaren genannt werden, in den letzten Monaten und Wochen doppelt und dreifach geprüft und abgestimmt. Corona hat aber historisch einmalig schwierige Bedingungen für Veranstaltungen geschaffen, die jetzt (leider erneut) zu der politischen Abwägung geführt haben, dass ein Lullusfest, das den Namen auch nur ansatzweise verdient, derzeit nicht sicher und gesetzeskonform durchgeführt werden kann. Jetzt bestimmte Personen aus der Verwaltung, die diese Abwägung nicht zu verantworten haben, an den Pranger zu stellen, ihnen Schuld zuzuweisen und in teilweise ehrabschneidender Art und Weise mit dem Finger auf sie zu zeigen, ist sicher nicht der richtige Weg, um mit unser aller Riesenenttäuschung umzugehen. Auch ehemalige Beamte der Stadt hätten in dieser Situation kein anderes politisches Votum herbeiführen können. Ich habe Verständnis für den Unmut bei vielen Lolls-Fans, fordere aber alle zur sachlichen und respektvollen Diskussion auf. Es muss dringend die Schärfe herausgenommen und auf persönliche Angriffe verzichtet werden“, so Fehling abschließend. +++ pm

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