Krisenrunde zu Problemen beim Schützenpanzer „Puma“ am Montag

Christine Lambrecht (SPD)

Nach Berichten über eine fehlende Einsatzbereitschaft des Bundeswehr-Schützenpanzers „Puma“ ist am Montag offenbar ein Krisengespräch geplant. Das berichtet die „Welt“ unter Berufung auf Kreise des Bundesverteidigungsministeriums. Demnach soll am Montagvormittag eine Besprechung von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, dem Inspekteur des Heeres, Alfons Mais, dem Kommandeur der 10. Panzerdivision, Generalmajor Ruprecht von Butler, sowie dem für Rüstung zuständigen Staatssekretär Benedikt Zimmer zum Thema stattfinden.

Generalmajor von Butler hatte laut „Spiegel“ zuletzt an den Inspekteur des Heeres gemeldet, „dass nach einer Schießübung von 18 hochmodernen Schützenpanzern Puma kein einziger einsatzbereit ist“. Aus der FDP gab es nach dem Bekanntwerden der Pannenserie Rufe nach einer raschen Lösung der Probleme. Auch wenn sie noch keine Details kenne, erwarte sie, „dass der Projektleiter, der Generalinspekteur und der Inspekteur des Heeres ganz schnell klären, wo der Fehler liegt und wie das Problem zu lösen ist“, sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, dem „Handelsblatt“. „Wir haben schließlich viel Geld in den Puma gesteckt.“

CDU: Lambrecht muss Puma-Mängel zur „Chefin-Sache“ machen

Die CDU hat Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) nach Berichten über schwere Mängel beim Schützenpanzer „Puma“ aufgefordert, sich selbst an vorderster Stelle um ein Ende der Pannen zu kümmern. „Bundesverteidigungsministerin Lambrecht muss die lahmenden Puma-Panzer jetzt zur Chefin-Sache machen, damit wir unsere Freunde in der NATO nicht im Stich lassen“, sagte CDU-Verteidigungspolitiker Henning Otte der „Rheinischen Post“ und dem „General-Anzeiger“. Die Bundeswehr unternehme mit der „schnellen Eingreiftruppe“ ab Jahresanfang schließlich auch mehr Verantwortung in der NATO. Die SPD-Politikerin müsse mehr für die Bundeswehr in der Breite und Tiefe tun. Es fehle mehr Geld für die Strukturen, das sie bisher nicht eingeplant habe. „Die Ministerin konzentriert sich offenkundig auf Großprojekte wie den Kampfjet F-35, der aber erst in einigen Jahren ausgeliefert wird“, so Otte. Das komme in den Medien vielleicht gut an, sie vergesse dabei aber die Einsatzfähigkeit, die heute notwendig sei. +++


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