Kreis fordert Hilfe für Betriebe und Krankenhäuser

Die stark steigenden Energiekosten führen zu existenziellen Problemen in allen Lebensbereichen. Deshalb sollen Bund- und Landesregierung die Interessen der mittelständischen Wirtschaft und des Handwerks berücksichtigen, um die steigendende Energie- und Rohstoffkosten durch Hilfs- und Förderprogramme abzufedern. Weiter fordert der Kreistag, auf rasche finanzielle Maßnahmen zur Sicherung und Aufrechterhaltung der Betriebsfähigkeit der Krankenhäuser. Das hat der Kreistag des Landkreises Fulda auf Antrag von CDU und FDP gestern mehrheitlich beschlossen.

Viele mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe sind besonders betroffen. Im Besonderen sind das Lebensmittelhandwerk und die Nahrungsmittelproduktion sehr energieintensiv. Diese Branchen prägen den Landkreis Fulda und seine Wirtschaftsstruktur in besonderer Weise. Die vom Bundeswirtschaftsministerium eingerichteten Programme haben den Mittelstand und das Handwerk nicht umfasst, heißt es in dem gemeinsamen Antrag der CDU und FDP. Auch wenn Anpassungen angekündigt sind, reiche das bei Weitem nicht aus, um die Betriebe zu entlasten und vor Insolvenzen zu schützen.

Neben den rein privatwirtschaftlichen Unternehmen sind mit dem Klinikum Fulda, dem Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda und der Helios St. Elisabeth Klinik Hünfeld auch drei Krankhäuser im Landkreis Fulda angesiedelt, die erheblich unter den stark gestiegenen Kosten für Energie leiden. Hier müsse man das Klinikum Fulda als Maximalversorger besonders im Blick haben. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf. Man könne die medizinischen Geräte nicht einfach abschalten. Ohne die Versorgung seien über 500.000 Menschen im Einzugsbereich gefährdet. Der Antrag wurde vom Kreistag fast einstimmig beschlossen. Nach Ansicht von Anton Josef Rummel (BfO) handele es sich hier um ein „überregionales Thema ohne örtliche Betroffenheit“. Er stimmte dagegen. +++


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