Kostenloser ÖPNV stößt bei Gewerkschaften auf geteiltes Echo

Übervolle Züge die Regel

Berlin. Der Vorstoß, zur Luftreinhaltung in den Städten kostenlosen Öffentlichen Nahverkehr anzubieten, stößt bei im Verkehrsbereich aktiven Gewerkschaftern auf ein geteiltes Echo. “Ich halte das für eine hervorragende Initiative. Das hilft sowohl der Umwelt als auch den Bürgerinnen und Bürgern”, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske dem “Handelsblatt”. Skeptisch gegenüber diesem Vorschlag äußerte sich dagegen der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Alexander Kirchner. Nach seiner Auffassung wird ein kostenloser Nahverkehr das Problem nicht lösen: “Was wir brauchen, ist ein Nahverkehr, der attraktiver ist als heute. Wir brauchen ein Nahverkehrsangebot, das Lust darauf macht, morgens mit Bus und Bahn ins Büro zu fahren”, sagte der EVG-Vorsitzende dem Blatt. Heute seien Zugausfälle, Verspätungen und zu Stoßzeiten übervolle Züge die Regel. “Das ermuntert niemanden, das Auto stehen zu lassen, selbst wenn die Fahrt mit dem Nahverkehr nichts kostet”, betonte Kirchner. Für ein leistungsfähiges Angebot, beispielsweise mit Platzreservierung und Serviceleistungen im Zug, würden Fahrgäste auch bezahlen. Insofern gehe die augenblickliche Diskussion in die falsche Richtung. Drei Bundesminister hatten in einem Brief an die EU-Kommission vorgeschlagen, kostenlosen Personennahverkehr einzuführen, um die Luftqualität in den Städten zu verbessern. +++

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1 Kommentar

  1. Oh Gott, deutscher Michel! Eine Revolution tut sich auf! Das geht doch nicht: Keine Fahrkarten, keine Fahrkartenautomaten, keine Fahrkartenkontrolleure! Wo gibts denn sowas? Das gibts: In Australien beispielsweise hat eine Großstadt prima Erfahrungen damit gemacht. Die Luft wurde sauberer, die Autos wurden in der Stadt auffallend weniger. Man muss nur wollen. Dazu gehört natürlich, dass der ÖPNV entsprechend ausgebaut wird. Mit alten Dieselbussen, überfüllten Straßenbahnen usw. geht das natürlich nicht. Aber in einem der reichsten Länder der Erde sollte doch wohl etwas Geld locker zu machen sein. Es dient allen: Den gestressten Menschen und deren Geldbeutel und der Umwelt!

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