Kolping-Jugendwohnen füllt sich mit Leben

Die ersten Bewohner sind in „pings-Azubikampus“ eingezogen

Die gemütlich eingerichteten Zimmer laden zum Verweilen ein. Auch im Freizeitbereich gibt es für die Auszubildenden reichlich Gelegenheit, nach getaner Arbeit aufzutanken. Foto: Kolping

Zu Beginn des Monats sind die ersten Auszubildenden in das Jugendwohnheim auf dem Lioba-Areal „pings-Azubikampus“ eingezogen. Der Landkreis Fulda investiert rund 15 Millionen Euro in den Um- und Ausbau des ehemaligen Kreisalten- und -pflegeheims. Betreiber der Einrichtung mit 120 Wohneinheiten ist der Diözesan-Kolpingverband.

Bislang konnten bereits 20 Zimmer vermietet werden, ohne dass für das Kolping-Jugendwohnen überregional geworben worden wäre. Diözesan-Geschäftsführer Steffen Kempa zeigt sich mit dieser Resonanz sehr zufrieden. Nachdem die Bauarbeiten im Untergeschoss einschließlich Eingangsbereich weitgehend abgeschlossen sind und im Erdgeschoss gut voranschreiten, sollen die weiteren Zimmer sukzessive im Anschluss an die Fertigstellung der übrigen Geschosse und Gebäudeteile belegt werden. Im Herbst hoffen die Projektbeteiligten, vollständig fertig zu sein und insbesondere das Außengelände mit dem großzügigen Azubikampus nutzen zu können.

Die Bewohner der bereits bezogenen Zimmer stammen nur zum geringen Teil aus dem Landkreis Fulda, sondern überwiegend aus den angrenzenden Regionen. Die Altersspanne erstreckt sich von 16 bis 27 Jahren. Etwa die Hälfte der Bewohner sind junge Frauen. Die Ausbildungsberufe repräsentieren eine bunte Mischung vom Gerüstbauer und Elektriker, über Mediengestalter und Bankkaufleute bis hin zum Gastronomie- und Hotelgewerbe. Für die Ausbildungsbetriebe gilt, dass sie besonderen Wert auf das hinter dem Projekt stehende pädagogische Konzept mit einer gezielten Betreuung der Jugendlichen legen.
Mit den jungen Leuten ist Leben eingezogen, während die Bauarbeiter letzte Handgriffe anlegen. Die ersten Veranstaltungen im Rahmen des Freizeitprogramms, wozu beispielsweise Sport, gemeinsames Kochen und Spielabende zählen, haben stattgefunden. Die Freizeit-, Bildungs- und Kulturangebote stehen allen Jugendlichen offen, auch wenn sie nicht im Haus wohnen. Michael Igelmann, Leiter Verwaltung und Organisation, und Einrichtungsleiterin Julija Tesic glauben, dass dadurch vielfältige Begegnungen ermöglicht würden. Es solle eine Atmosphäre entstehen, die der auf einem studentischen Campus vergleichbar sei.

Für Ersten Kreisbeigeordneten Frederik Schmitt hat das Projekt Jugendwohnen Vorzeigecharakter und ist Teil der Ausbildungsoffensive Fulda. Bereits heute kämen auf zwei Ausbildungsplätze nur noch ein Bewerber. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräfte- und Auszubildendenmangels wolle sich die Region Fulda als Azubi-Region etablieren und zeigen, dass es sich lohne, gerade im Landkreis Fulda eine Ausbildung zu beginnen. Kolping als Betreiber trage mit seinem ganzheitlichen Konzept aus Wohnen, Arbeiten, Lernen und Leben dazu bei, die Wertschätzung von beruflicher Ausbildung insgesamt zu steigern. +++

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