Kinderschutzbund kritisiert kinderfreie Hotels

Berlin. Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, kritisiert die Einrichtung von kinderfreien Hotels scharf. In einem Beitrag für das Nachrichtenmagazin Focus schreibt Hilgers: „Kinderfreie Hotels diskriminieren Kinder und ihre Familien. Wenn Menschen wegen ihres Geschlechtes, ihrer Hautfarbe, einer Behinderung, ihrer sexuellen Orientierung, aber auch Senioren, auf gleiche Weise diskriminiert würden, würde es in unserer Gesellschaft zu Recht einen Aufschrei geben. Wenn Eltern und Kinder sich wehren, werden sie auch noch als unver­schämt abgestempelt.“ Das Schamgefühl, so Hilgers, fehle aber offensichtlich denjenigen, die solche kinderfreie Zonen fordern oder einführen. „Wenn Kinder zunehmend aus (Lebens-) räumen ausgegrenzt werden, darf man sich nicht wundern, dass die Geburtenrate hierzulande so niedrig ist“, schreibt Hilgers. Ausgrenzung und Diskriminierung seien der falsche Weg. +++ fuldainfo

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6 Kommentare

  1. Wenn Eltern ihren Kleinen keine Grenzen mehr setzen, dann müssen es scheinbar Ho­te­li­er machen. Soweit sind wir schon. Dieses Vollkasko-Verhalten vieler Mütter hab ich auch schon beobachtet. Eingebaute Vorfahrt mit dem Kinderwagen, keine Rücksichtnahme auf andere Menschen, alles mit der Attitüde – hoppla, jetzt komm ich. Da wird eine schöne neue Generation rangezüchtet. Ich bin gespannt wie egoistisch die Kinder mit ihren Eltern mal umgehen werden wenn sie alt und hilfsbedürftig sind.

  2. Auf der Welle der Informationen sich wiedermal ins Gespräch bringen war das Hauptinteresse hierbei.
    „“Wenn Kinder zunehmend aus (Lebens-) räumen ausgegrenzt werden, darf man sich nicht wundern, dass die Geburtenrate hierzulande so niedrig ist”, schreibt Hilgers. Ausgrenzung und Diskriminierung seien der falsche Weg“

    So möchte ich Herrn Hilgers und alle Verantwortlichen in den Städten hören, wenn es um ausgegrenzte Elternteile (meist Väter) geht!

    Die unternehmerische Freiheit im Rahmen bestehender Gesetze gilt hier auch für diesen Unternehmer. Jeder Bürger besitzt die Freiheit, in dieses Unternehmen nicht zu gehen!

    Der KSB beteiligt sich bei Umgangsbegleitungen von Kindern nach Trennung und verdient daran. Wenn Kinder den Kontakt zu ihren Elternteilen (meist Väter) verlieren, dann hört man nichts von Ausgrenzung und Diskriminierung und wie man sie verurteilt.

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