Mit zahlreichen guten Wünschen, persönlichen Ratschlägen und viel Rückenwind ist Katharina Henkel offiziell in ihrer neuen Funktion als Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda begrüßt worden. „Starke Nerven, den Mut, unpopuläre Entscheidungen zu treffen, Durchhaltevermögen, kurze Meetings“ – diese Eigenschaften gaben die Gäste der 41-Jährigen bei einem feierlichen Empfang im Marmorsaal des Fuldaer Stadtschlosses mit auf den Weg. Seit Januar dieses Jahres steht Henkel an der Spitze der Behörde, die für die Landkreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg zuständig ist. Mit der offiziellen Einführung wurde dieser Schritt nun auch öffentlich gewürdigt.
Die gebürtige Fuldaerin ist in der Region keine Unbekannte. Bereits seit Anfang 2024 war sie als Geschäftsführerin für den operativen Bereich der Arbeitsagentur verantwortlich und gestaltete dort die Herausforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt aktiv mit. Nun trägt sie die Gesamtverantwortung für eine Behörde mit mehr als 300 Mitarbeitenden.
Die Bedeutung ihrer neuen Aufgabe wurde auch durch die hochrangigen Gäste der Veranstaltung deutlich. Neben dem Leiter der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, Dr. Frank Martin, sprachen die Ersten Kreisbeigeordneten der Landkreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg, Frederik Schmitt und Dirk Noll. Auch der Alternierende Vorsitzende des Verwaltungsausschusses der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, Manfred Baumann, sowie Personalratsvorsitzender Patrick Giebel richteten ihre Worte an die neue Behördenleiterin.
In den Beiträgen zog sich ein Gedanke wie ein roter Faden durch den Nachmittag: Eine starke Arbeitsmarktregion entsteht nicht von allein. Sie lebt von Zusammenarbeit, verlässlichen Netzwerken und dem gemeinsamen Willen, Herausforderungen anzunehmen. Gerade vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen kommt der Arbeitsagentur dabei eine wichtige Rolle zu. Die weitere Vernetzung mit Unternehmen, Institutionen und regionalen Akteuren sowie die Begleitung von Transformationsprozessen gelten als zentrale Aufgaben für die kommenden Jahre.
Für diese Herausforderungen bringt Henkel umfangreiche Erfahrungen mit. Nach ihrem Abitur an der Marienschule in Fulda studierte sie in Göttingen mit den Schwerpunkten Arbeitsmigration und Interkulturelle Kompetenz. Ihren beruflichen Weg begann sie anschließend in einem Jobcenter in Rheinland-Pfalz. Seit 2009 war sie in verschiedenen Funktionen innerhalb der Bundesagentur für Arbeit tätig, unter anderem als Fachexpertin für Prozess- und Changemanagement in der Nürnberger Zentrale der Behörde.
Es folgten Stationen als Bereichsleiterin in mehreren Agenturen für Arbeit. Über die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland führte ihr Weg schließlich zurück nach Osthessen. Seit Anfang 2024 wirkte sie in der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda an der Gestaltung von Transformationsprozessen mit und engagierte sich zugleich in unterschiedlichen Netzwerken zur Fachkräftesicherung.
Wie sie ihre neue Aufgabe versteht, machte Henkel in ihrer Ansprache deutlich. „Lösungen entstehen nicht am Schreibtisch, sondern dort, wo Gemeinschaft Verantwortung übernimmt. Dazu braucht es Menschen, die bereit sind, ihren Teil beizutragen“, sagte die neue Vorsitzende der Geschäftsführung. Der Satz beschreibt zugleich ihren Führungsanspruch: Herausforderungen sollen gemeinsam mit den Partnern in der Region angegangen werden.
Durch die Veranstaltung führte Denise Otto von der Industrie- und Handelskammer Fulda. Für den musikalischen Rahmen sorgte das Duo Schenk-Wagner von der Städtischen Musikschule Fulda. So wurde der Empfang nicht nur zu einer offiziellen Amtseinführung, sondern auch zu einem sichtbaren Zeichen dafür, wie eng Arbeitsmarktpolitik, Wirtschaft und regionale Akteure in Osthessen miteinander verbunden sind. +++

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