Kardinal Marx verspricht Veränderungen nach Missbrauchsgutachten

Das Gutachten sei ein wichtiger und unverzichtbarer Baustein

Kardinal Marx

Kardinal Reinhard Marx hat nach der Veröffentlichung seine Bestürzung über die Ergebnisse geäußert und neue Schritte angekündigt. „Ich bin erschüttert und beschämt“, sagte der Erzbischof von München und Freising am Donnerstagnachmittag. Er bat bei allen Missbrauchsopfern um Entschuldigung. Seit 2010 sei bereits viel geändert worden, man werde aber auch auf Grundlage des aktuellen Gutachtens Veränderungen vornehmen, kündigte er an. Das Gutachten sei ein „wichtiger und unverzichtbarer Baustein für die Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs in unserem Erzbistum und auch für die Kirche insgesamt“, so der Geistliche. Man werde „zeitnah“ mit dem Betroffenenbeirat und der Kommission zur „unabhängigen Aufarbeitung“ in den Austausch treten. „Ich hoffe sehr, dass wir am nächsten Donnerstag erste Perspektiven aufzeigen und den weiteren Weg skizzieren können“, sagte Marx. In dem Gutachten geht es um den Zeitraum 1945 bis 2019. Dabei wurden die Fälle sexuellen Missbrauchs durch Kleriker sowie hauptamtliche Bedienstete untersucht. In dem Gutachten werden insgesamt 497 Opfer aufgelistet – überwiegend männliche Kinder und Jugendliche. +++

Coronadaten

Der durch das RKI ausgewiesene Hospitalisierungsinzidenz-Tageswert für Hessen liegt aktuell bei 2,91 pro 100.000 Einwohner (17.05.2022). Eine Woche zuvor betrug der Wert 4,08 pro 100.000.
Letzte Aktualisierung: 18.05.2022, 06:27 Uhr
Inzidenz7-Tage-Fallzahl
Fulda 525,1 ↓1171
Vogelsberg542,1 ↓572
Hersfeld 497,9 ↓599
Main-Kinzig473,6 ↑1997

Wir haben uns dazu entschlossen, die Kommentarfunktion zu deaktivieren. Das Verhältnis zwischen Nutzen und Aufwand hatte sich in letzter Zeit extrem verschlechtert. Wir danken allen, die hier kommentiert haben. Sie können uns jederzeit Leserbriefe zukommen lassen.