Berlin. Der Fotograf Konrad R. Müller hält Kanzlerin Angela Merkel für einen „unglaublichen Kontrollfreak“. Der 77-Jährige, der alle Kanzler der Bundesrepublik porträtiert hat, sagt in der aktuellen Ausgabe des „Spiegel“: „Ich habe sie als Kanzlerin zweimal fotografiert, jeweils fünf Minuten. Beide Male waren furchtbar.“ Einmal habe es einen mehrstündigen Disput über das Motiv gegeben, erinnert sich Müller. Bei keinem anderen Kanzler habe er ähnliche Erfahrungen gemacht. Helmut Kohl habe ihm vertraut. Willy Brandt sei es egal gewesen, dass er fotografiert wurde. Helmut Schmidt habe Fotografen zwar verachtet, sie aber gewähren lassen. „Den Wunsch, nur zu bestimmten Zeiten ein bestimmtes kontrolliertes Bild von sich zu zeigen, hatte nur Frau Merkel“, sagt Müller. Müller kritisierte auch die starke Bearbeitung von Bildern auf Wahlplakaten: „Sie wissen doch, wie Frau Merkel in Wirklichkeit aussieht, die Bundeskanzlerin ist bei jedem, der einen Fernseher hat, jeden Tag zu Gast. Und dann ist Wahl, und plötzlich sieht man so ein Plakat. Das ist lächerlich.“ +++
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