Der Jesuitenpater Klaus Mertes verlangt mehr Anerkennung für Missbrauchsopfer. "Geld ist ein Medium der Anerkennung, aber ich bin zugleich der Überzeugung, dass Geld keinen Frieden bringt, wenn es nicht verbunden ist mit einem Beziehungsgeschehen", sagte er im Deutschlandfunk. So könne man zum Beispiel reine Geldzahlungen unter den Verdacht stellen, dass die Institution sich damit freikaufe. "Misstrauen und Verdachtsperspektive ist immer möglich in diesem Zusammenhang." Mertes kritisierte eine "Freikaufmentalität". Das sei dann auch eine "Ablassmentalität", dass man über Geld die Sache regele. "Und da glaube ich nicht, dass das für irgendeinen der Beteiligten wirklich Frieden bringt." Mertes hatte Anfang 2010 mit einem Brief an mehr als 600 ehemalige Schüler eine Welle von Aufdeckungen sexuellen und physischen Missbrauchs junger Menschen an Bildungseinrichtungen ausgelöst. Zu diesem Zeitpunkt war er Rektor des Jesuitengymnasiums Canisius-Kolleg in Berlin. +++
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