Berlin. Der frühere Geheimdienstkoordinator der Bundesregierung, Bernd Schmidbauer, hat die Reaktion der Bundesregierung auf die Krise im Nordirak scharf kritisiert. "Ich schäme mich für das zögerliche und jämmerliche Verhalten der Bundesregierung angesichts der Hilfe, die andere Länder für Kurden und Jesiden leisten", sagte Schmidbauer dem Nachrichtenmagazin "Focus". Man müsse den Kurden helfen, sich zu verteidigen. "Das geht mit Waffen, aber nicht mit Mullbinden und Spirituskochern." Auch zwei ehemalige Generäle bewerteten in "Focus" Deutschlands Engagement als zu gering. "Ich halte es für die Pflicht eines jeden zivilisierten Landes, sich einer derartigen Barbarei entgegen zu stellen", mahnte Harald Kujat. Dazu gehörten auch gezielte Schläge gegen den Vormarsch der "selbstherrlichen Gotteskrieger". Deutschland müsse mit den engsten Verbündeten handeln. Auch der frühere Generalinspekteur Klaus Naumann forderte stärkeren Einsatz. "Man muss den Menschen helfen, sich gegen diese Mörderbande zur Wehr zu setzen, die sich offenbar vorgenommen hat, den Nahen Osten von allen Christen zu befreien und einen Genozid an den Jesiden zu verüben." +++ fuldainfo
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