Ines Claus beim Jahresempfang der hessenTischler

Claustischler
Gelungene Veranstaltung zum Jahresauftakt: Marco Gretsch, Wolfgang Kramwinkel, Christoph Abel, Gabriele Leipold, Thomas Hering, Ines Claus, Michael Brand und Hermann Hubing (v. l.). Foto: dreizehnnullvier media/ Sebastian Ruf

Diese Einladung ist bereits traditionell verankert: Zum Frühjahrsempfang der hessenTischler waren zahlreiche Gäste aus Handwerk, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in die Räumlichkeiten der „Inspiration aus Holz GmbH“ in Fulda von Inhaber Marco Gretsch gekommen. Nach der Begrüßung durch den Hausherrn sowie durch Wolfgang Kramwinkel als Landesinnungsmeister und Christoph Abel als stellvertretenden Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Fulda sprach Ines Claus als Fraktionsvorsitzende der CDU im hessischen Landtag über „Hessen – krisenfest und auf die Zukunft ausgerichtet.“ In seinem Schlusswort bedankte sich der Landesgeschäftsführer Hermann Hubing für die positive Resonanz der Gäste und verdeutlichte, dass gerade die inspirierende Atmosphäre einer Tischler-Werkstatt zum regen Dialog animiert habe und der Gastgeber und gleichzeitiger Obermeister der Schreiner- und Tischler-Innung Fulda-Hünfeld es ermöglicht habe, einen Einblick in einen zukunftsorientierten Handwerksbetrieb zu erhalten.

Nach zwei ausgefallenen Veranstaltungen war die Freude groß, so drückte es Wolfgang Kramwinkel aus, sich endlich einmal wieder zu treffen – „selbstverständlich mit einem hohen Maß an Sicherheitsvorkehrungen.“ Im Blickpunkt stehe der Dialog zwischen Politik, Gesellschaft und Handwerk. Kritisch beleuchtete Kramwinkel die Entwicklung der Rohstoff-Preise. „Warum erhöht die Politik zudem noch die Abgaben-Last?“ Viele weitere, kritische Fragen warf der Redner in die Runde und drückte seine Hoffnung aus, dass damit weiterer Diskussionsstoff geliefert sei. Der stellvertretenden Kreishandwerksmeister Christoph Abel verdeutlichte, dass die Schreiner und Tischler in der Region Fulda ein starkes Gewerk seien, insbesondere auch in Sachen Ausbildung. „Während andere Gewerke über den Rückgang von Auszubildenden klagen, bleiben wir konstant bei 36 Auszubildenden – Jahr für Jahr. Das liegt ohne Frage an der Attraktivität des Berufes, denn Holz ist ein warmer und attraktiver Werkstoff. Die gute Ausbildungsresonanz ist auch in der vorbildlichen Umsetzung während der Ausbildung begründet und selbstverständlich liegt es ebenso an den vielen Ausbildungsbetrieben, die hervorragende Arbeit leisten.“

Die CDU-Politikerin Ines Claus sprach eingangs humorvoll über den „Sexappeal in der Politik“, wobei sie betonte, dass hier wohl noch „Nacharbeitungsbedarf“ bestehe, „allerdings nicht bei den hier anwesenden Politikerkollegen Hering und Brand.“ Nach dem eher saloppen Einstieg sprach die Politikerin über das generelle Thema Corona, wovon alle Lebensbereiche betroffen seien. „Unsere Maxime als Land Hessen war und ist es, das Gesundheitssystem nicht zu überfordern. Grundsätzlich hat Corona die Politik geprägt, wir alle hatten keine Erfahrung in diesem Bereich – Corona hat alles geändert.“ Generell sei dennoch Zuversicht angesagt: „Wir müssen da wieder herauskommen.“ Dafür seien Leitlinien geschaffen worden. Ein erster Schritt in die richtige Richtung sei dabei die Ankündigung von Ministerpräsident Bouffier, Perspektiven für den Handel zu schaffen. „Grundsätzlich möchte ich allen danken, die sich an die Regeln halten und gehalten haben.“ Ines Claus lobte insbesondere den Betrieb von Marco Gretsch, dieser sei herausragend und stehe stellvertretend für die hohe Zukunftsfähigkeit vieler Betrieben. „Hessen ist in vielerlei Hinsicht zukunftsorientiert, ob Forschungseinrichtung, unser Tor zum Weltraum – es werden Arbeitsplätze geschaffen, Familien ziehen hinzu und im Nachgang zum Eigenheim entsteht dann die Nachfrage nach dem Handwerk.“ Abschließend vertrat die CDU-Politikerin die Auffassung, dass die CDU-Fraktion auf Bundes- und Landesebene sehr dialogorientiert sei und aufmerksam zuhöre, wo bei der Bevölkerung „der Schuh drücke“. +++ pm


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