Impfzentrum wird auch an diesem Wochenende nahezu unter Volllast betrieben

Tempo steht und fällt mit der Impfstoffmenge

Der Landkreis Fulda hat mit der Öffnung der Priorisierungsgruppe 3 ein Pilotprojekt zur betrieblichen Impfung gestartet. In einem ersten Schritt erhalten neun Unternehmen der sogenannten „Kritischen Infrastruktur“ Impfstoff, um 1.000 Beschäftigte in ihren Betrieben vor Ort impfen zu lassen. Dieser Modellversuch könnte erst dann in Serie gehen, wenn dazu Impfstoff in ausreichender Menge vorhanden ist. Das ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht der Fall.

Seit der Öffnung der dritten Priorisierungsgruppe sind nicht nur über 60-Jährige und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen impfberechtigt, sondern auch Menschen, die aufgrund ihres Berufes besonders gefährdet sind oder zur sogenannten Kritischen Infrastruktur gehören. Damit gemeint ist eine Vielzahl von Branchen und Tätigkeiten – wie Energieversorger, Feuerwehren, Gesundheit, Ernährung/Lebensmittel, Verwaltung, Finanz- und Transportwesen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Sektoren können sich damit unmittelbar über das Anmeldeportal des Landes Hessen registrieren oder über Hausarztpraxen einen Impftermin erhalten.

Um diese beiden bestehenden Säulen der Corona-Schutzimpfungen zu flankieren und eine zusätzliche Impfmöglichkeit zu prüfen, hat der Landkreis in Zusammenarbeit mit IHK und Kreishandwerkerschaft Fulda das aktuell laufende Pilotprojekt aufgelegt. Damit soll getestet werden, wie effizient und effektiv Impfungen in den Betrieben vor Ort sind. Limitierender Faktor ist weiterhin die verfügbare Impfstoffmenge. Damit steht und fällt die Frage, ob das Projekt in Serie gehen könnte. Schon jetzt zeigt sich, dass für diese zusätzliche Impfmöglichkeit eine Größenordnung von mindestens 100 Personen Voraussetzung ist, damit sich der organisatorische Aufwand lohnt. Wichtig ist eine große Anzahl an Impfwilligen – auch deswegen, um die Impfungen an mehreren Tagen anzubieten. Damit sollen mögliche Ausfälle durch Impfreaktionen kompensiert werden können. IHK und Kreishandwerkerschaft fragen derzeit bei größeren Betrieben der Kritischen Infrastruktur das Interesse an einer Beteiligung ab. Möglich ist es, in diesem Zusammenhang zu prüfen, inwieweit kleinere Betriebe dabei kooperieren könnten. Fakt ist jedoch, dass das Projekt erst dann ausgerollt werden kann, wenn Impfstoff in ausreichender Menge geliefert wird. Bis dahin sind individuelle Termine im Impfzentrum über das Portal oder bei Hausärzten möglich. In Sonderterminen impft der Landkreis seit einer Woche die Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren im Impfzentrum. Täglich werden rund 210 Feuerwehrleute geimpft, bis Ende nächster Woche werden damit die rund 2.700 gemeldeten ehrenamtlichen Brandschützer mit der ersten Impfung versehen sein.

Das Impfzentrum wird auch an diesem Wochenende nahezu unter Volllast betrieben. In den nächsten Tagen und Wochen stehen die Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca auf dem Plan. Entgegen anderslautender Meldungen behalten alle Termine ihre Gültigkeit. Laut der Empfehlung der Stiko sollen unter 60-Jährige, die bereits einmal mit Astra-Zeneca geimpft wurden, nun einen mRNA-Impfstoff, also etwa von BionTech, für die Zweitimpfung erhalten. Personen unter 60 Jahren können sich jedoch auch bei ihrem Termin im Impftermin für eine Zweitimpfung mit AstraZeneca entscheiden. In diesem Fall erfolgt im Impfzentrum ein ärztliches Aufklärungsgespräch. +++ pm

Es gibt einige Regeln, die alle Diskussionsteilnehmer einhalten müssen. Wir bitten um Beachtung.

[Kommentarregeln hier klicken]

1 Kommentar

  1. Was hier die beiden selbsternannten „Platzhirsche“ der Region – die scheinbar nun zusammenarbeiten – für eine Nummer im Rahmen des Pilotprojektes abzogen haben, ist schon mehr als fragwürdig. Man hätte nach deren Berichterstattung meinen können, dass der Landkreis brav seine scheinbaren Hausmedien ins Boot geholt habe. Dies war aber wohl nicht so, aber der Verlag hat seinen neuen Partner ins Boot geholt. Beide CDU-nahen-Medien nun vereint, schlimmer hätte es nicht kommen können. Bleibt nur zu hoffen, dass der mündige Fuldaer so langsam wach wird. Auch die Parteien der Opposition sollten ihren Dornröschenschlaf beenden. Wer Politik macht, sollte auch einmal unbequem werden. Und die Missstände an den Tag zerren. Das gelingt natürlich nicht, wenn man den beiden CDU-nahen-Medien hinterherhechelt. Warum sich die beiden GF eines Portal nicht selbst hingesetzt haben, fällt einen richtig auf, profilieren sie sich doch sonst bei jedem Mist. Aber wahrscheinlich war es ja nicht mehr nötig.

Demokratie braucht Teilhabe!