IHK-Konjunkturumfrage: Geschäftserwartungen brechen massiv ein

Ein Drittel der Betriebe rechnet in den nächsten zwölf Monaten mit schlechteren Geschäften

Die Geschäftserwartungen in der deutschen Wirtschaft haben sich deutlich verschlechtert. Das ergibt die Auswertung der Konjunkturumfrage der deutschen Industrie- und Handelskammern unter 25.000 Unternehmen, über die das „Handelsblatt“ berichtet. Ein Drittel der Betriebe rechnet in den nächsten zwölf Monaten mit schlechteren Geschäften als ohnehin schon. Nur noch 19 Prozent erwarten eine Besserung. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet in diesem Jahr nun bloß noch ein Wirtschaftswachstum von maximal 1,0 bis 1,5 Prozent. Vor allem der Bausektor und die Industrie sind betroffen. Am Bau erwarten 44 Prozent der Betriebe schlechtere und nur sieben Prozent bessere Geschäfte. In der Industrie äußerten sich 37 Prozent pessimistisch und 14 Prozent optimistisch. „Einen solchen Stimmungseinbruch haben wir in der Industrie bislang nur während der Finanzkrise und beim ersten Lockdown 2020 erlebt“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben dem „Handelsblatt“. Quer über alle Branchen und Regionen hinweg beschreiben 78 Prozent der Betriebe die Energie- und Rohstoffpreise als eines ihrer größten Geschäftsrisiken. In der Industrie sind es sogar 93 Prozent und am Bau 91 Prozent. „Wir müssen aufpassen, dass hier nicht etwas ins Rutschen gerät und wir Kernbranchen verlieren“, sagte Wansleben. +++

Coronadaten

Der durch das RKI ausgewiesene Hospitalisierungsinzidenz-Tageswert für Hessen liegt aktuell bei 5,63 pro 100.000 Einwohner (30.06.2022). Eine Woche zuvor betrug der Wert 4,24 pro 100.000.
Letzte Aktualisierung: 01.07.2022, 06:22 Uhr
 Inzidenz7-Tage-Fallzahl
Fulda
992,3 ↑2213
Vogelsberg982,9 ↓1037
Hersfeld
543,6 ↓654
Main-Kinzig804,1 ↓3391

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