IHK Fulda ruft regionalen Einzelhandel zu 2G-Tagebuch auf

Feldstudie zu 2G im Einzelhandel

Um der Ausbreitung des Coronavirus Einhalt zu gebieten, hat die hessische Regierung 2G für den Einzelhandel beschlossen. Ab Sonntag, 5. Dezember, greift diese Regelung. Geschäfte dürfen dann nur noch Geimpfte und Genesene in ihre Verkaufsräume einlassen. Einerseits ist es in Anbetracht der zuletzt dramatischen Ausbreitung des Coronavirus verständlich, dass härtere Maßnahmen ergriffen werden müssen, anderseits sind die Sorgen des Einzelhandels, der Verbände und Kammern vor erneuten wirtschaftlichen Rückschlägen berechtigt.

„Wir gehen bisher von deutlichen Umsatzeinbußen im stationären Einzelhandel aus, der sicher kein Infektionstreiber ist“, sagt Michael Konow, Hauptgeschäftsführer der IHK Fulda. Es könnte aber auch sein, dass Genesene und Geimpfte sowie Personen aus den Risikogruppen sich mit 2G sicherer fühlten und wieder in Geschäfte gingen. „Wir wissen derzeit nicht, wie sich 2G konkret auswirken wird – uns fehlt einfach die statistische Evidenz“, so Konow.

Deshalb möchte die IHK Fulda die Auswirkungen von 2G auf den Einzelhandel in einer Feldstudie ermitteln und ruft die Einzelhändlerinnen und Einzelhändler des Landkreises Fulda dazu auf, ab Montag, 6. Dezember, ein 2G-Tagebuch zu führen. Wenn Sie mitmachen wollen, melden Sie sich bitte unter www.ihk-fulda.de/2g-tagebuch an oder per E-Mail bei Marie Farnung, farnung@fulda.ihk.de. Teilnehmende werden dann über eine Woche lang täglich nach der prozentualen Entwicklung ihres Umsatzes und ihrer Kundenzahl sowie der Aufenthaltsdauer dieser im Vergleich zur Zeit vor 2G gefragt. Der Tagebucheintrag dauert nicht länger als eine Minute und ist anonym. Mit dem gewonnenen Stimmungsbild will sich die IHK Fulda in den weiteren politischen Diskurs zum Umgang mit der Corona-Pandemie mit validen statistischen Daten einbringen. +++ pm

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