IG „Kein Schredder“ – Rammler weit weg von der Realität

Ablehnung Probelauf durch RP sinnvoll

Symbolbild

Eichenzell. Die Interessengemeinschaft „Kein Schredder“ ist erstaunt, wie realitätsfremd Herr Walter Rammler, Bundestagskandidat der Grünen, mit umweltrelevanten Themen rund um die geplante Schredderanlage umgeht. In einer Pressemitteilung bedauert Rammler, dass ein Probelauf auf dem „von der Gemeinde geplanten neuen Gelände“ nicht möglich ist und vom RP abgelehnt wurde. Rammler erhoffte sich anscheinend Klarheit über Lärm- und Staubverbreitung und Aufschlüsse über die reale Verteilung von Giftstoffen in der Praxis.

Harald Friedrich von der IG hält dem entgegen: „Die IG hält die Vorschläge des Herrn Rammler für abwegig und der RP hat unsere Ansicht bestätigt. Wie sollen in der kurzen Zeit des Probelaufs die Emissionen und die bei den Bewohnern ankommenden Immissionen bewertet werden? Wie wird das Wetter sein, wie der Wind? Welches Material soll testweise verarbeitet werden? Wie werden die zusätzlichen Giftstoffe beurteilt, die sich über Jahrzehnte in unseren Knochen ansammeln werden? Wer wird die Jury bilden? Der Grüne Herr Schönberger im fernen Rönshausen? Oder der Bürgermeister im fernen Petersberg?“

„Wir haben schon eine Jury: Mittlerweile fast 3000 Betroffene haben sich schriftlich gegen die Brecheranlage im Oberfeld ausgesprochen. Wer wissen will, wie laut ein Schredder ist und wie viel Staub beim Brechen und Sieben entsteht, der kann sich Filme auf unserer Homepage anschauen und anhören. Der Standort in Wohnortnähe ist einfach ungeeignet. Schon jetzt ohne Brecher führen die Arbeiten am Gelände zu unerträglichen Belastungen. Das Piepen der Baufahrzeuge beim Rückwärtsfahren geht einem durch Mark und Bein. Ein Kindergeburtstag wurde letztens deshalb bei schönem Wetter schon von draußen nach drinnen verlegt. Der Betrieb an dieser Stelle beschädigt dauerhaft unsere Wohnorte fährt Friedrich fort.“

Der RP folge bislang genau der Argumentation der Interessengemeinschaft. Das sei schon bei der Beurteilung der hinterrücks eingereichten Gutachteninformationen so gewesen und setze sich jetzt fort. Auch habe der zuständige Mitarbeiter des RP gesagt, dass er den Standort aus seiner Erfahrung für problematisch halte und dass mit Sicherheit nicht nichts in den Dörfern ankäme.
„Die Aktion der selbst nicht betroffenen Grünen Schönberger und Rammler ruft in unseren Augen den Bewohnern zu, sie sollen sich nicht so anstellen. Statt der IG und den betroffenen Bürgern in Kerzell, Löschenrod und Eichenzell populistisch in den Rücken zu fallen, soll sich Herr Rammler lieber an der Suche eines geeigneteren Platzes in seinem Wahlkreis beteiligen. Der Ball liegt ansonsten im Moment bei den politischen Fraktionen der Gemeinde. Der RP hat mitgeteilt, dass er nicht den Schiedsrichter spielen wird. Gerne können die Gutachter, wie von uns vorgeschlagen, in einer Sitzung mit den Fraktionsvorsitzenden gegeneinander antreten. Unsere Gutachten reichen wir genau dann im Verfahren ein, wenn unsere erfahrenen Rechtsanwälte uns dazu raten. Wir haben uns schon dahin gekämpft, dass wir sogenannte Beigeladene im Verfahren beim RP sind. Und schließlich haben wir mittlerweile auch fast 30.000 Euro in die Sache gesteckt, finanziert aus unseren Geldeinlagen und einigen leider noch wenigen Spenden. Diesen Einsatz wollen wir nicht dafür verwendet wissen, dass das Vorhaben im Oberfeld damit passend zurecht geschneidert wird. Wir wollen einen anderen Standort. Für dieses Ziel arbeiten wir mit all unserer Kraft“, so Harald Friedrich abschließend. +++

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3 Kommentare

  1. Für was gibt es Kommentarregeln, wenn sie nicht eingehalten werden. Herr Rammler als P+++-Clown zu bezeichnen und sein Engagement als mimen u. bezeichnen, finde ich als Ehrabschneiden und somit nicht mit den Kommentarregeln im Einklang!

    • Ich denke, der Bereich der freien Meinungsäußerung ist hier noch nicht verlassen. Wer sich als Politiker auf Bundesniveau positioniert, steht als Person des öffentlichen Interesses auf einer anderen Ebene als Sie und ich. Daher muss er auch mit deutlich schärfer formulierter Kritik umgehen können. Gerade der Bereich des politischen Meinungskampfes bleibt selten frei von auch die Person treffenden Äußerungen, das liegt insoweit in der Natur der Sache. Es gilt das alte Sprichwort: Wem es in der Küche zu heiß ist, der soll nicht Koch werden. Maßstab ist auch nicht der Knigge, sondern das aktuelle Verständnis der Umgangssprache, danach würden die von Ihnen kritisierten Äußerungen m. E. nicht zu beanstanden sein.

  2. So kennt man die Grünen, realitätsfremd!

    Alleine Boris Palmer scheint mit beiden Beinen fest auf dem Boden zu stehen.
    Den meisten Grünen ist er jedoch ein Dorn im Auge.

    Rammler wäre besser beim Fotografieren geblieben.

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