Die Fußballer des Hünfelder SV zeigten sich am Samstagnachmittag von ihrer besten Seite. Beim favorisierten Tabellendritten KSV Baunatal gewannen sie mit 2:1 (2:0) – und begannen das Punktspiel-Jahr 2026 mit dem Gewinn wichtiger Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in Hessens höchster Liga.
Eindrucksvoll meldeten sich die HSV-Kicker zurück. „Drei Monate nach der bitteren Niederlage gegen Stadtallendorf konnten wir dieses Erlebnis endlich wieder gutmachen“, meinte Hünfelds Trainer Johannes Helmke erleichtert. Und wie das gelang. Emotionalität und Intensität brachte sein Team sofort ins Spiel, es war von der ersten Minute an da und hellwach. Und der HSV ging in diesem Vergleich, der mit 45-minütiger Verspätung begann, da der Schiedsrichter im Stau stand, nach einer Viertelstunde in Führung. Basis dieses 1:0 für den Gast war eine Pressing-Situation – „Jemo“ Kassa legte vor, „Maschine“ Trägler vollendete.
Natürlich benötigte Hünfeld eine Spur Glück. Zwei Minuten später traf Baunatals Mike Feigenspan die Latte. Doch der HSV ließ nicht nach. Kurz vor der Pause legte er das zweite Tor nach, als sich Luca Uths Eckball ins Tor senkte. Die Partie nahm hektische Züge an im zweiten Abschnitt – doch gleich nach Wiederbeginn hatte der soeben eingewechselte Mansbacher Boas Kümmel das 3:0 auf dem Fuß, als er alleine aufs Tor zustrebte. Weitere Umschaltsituationen vermochte der HSV nicht zu nutzen.
Doch es war alles andere als leicht für den Gast, die Führung zu transportieren. Baunatal versuchte es oft mit langen Bällen. Und Feigenspan belohnte die Bemühungen des KSV, als er nach 71 Minuten zum Anschluss traf. Eng und spannend wurde es nochmals in den Schlussminuten. Max Vogler opferte sich für den HSV auf, als er in Minute 83 – nach einem leichten Stellungsfehler – die Rote Karte erhielt. Baunatals Druck wurde nochmals größer, der HSV indessen ließ weitere Umschaltmomente ungenutzt.
Plus des Siegerteams aus Hünfeld: die Zentrale stand gut. Auch auf Keeper Jannis Maul war Verlass. Noch vor dem Anschluss des Gastgebers parierte er zweimal aus dem Spiel heraus stark – bei zahlreichen hohen Bällen war stets auf ihn Verlass. Der HSV trug aber Blessuren davon: Luca Uth hatte einen dicken Knöchel, und Leon Zöll biss sich in der zweiten Hälfte mit einem blauen Zeh durch. Indessen: All dies lohnte sich, schließlich hatte der Hünfelder SV dem Kontrahenten dessen erste Heimniederlage in dieser Saison beigebracht.
KSV Baunatal: Berger – Welker, Hindemith, Kahraman (65. Zouaoui), Feigenspan, Miloshaj, Blahout, Borgardt, Krengel, Babic (60. Kohlstädt), Karakoc (78. Akman)
Hünfelder SV: Maul – Kemmerzell (80. Häuser), Dücker, Gadermann, Zöll – Uth, Paliatka (46. Kümmel) – Vogler, Kassa (85. Zentgraf), Fröhlich – Trägler
Schiedsrichter: Manuel Winkler
Tore: 0:1 Marcel Trägler (16.), 0:2 Luca Uth (43.), 1:2 Mike Feigenspan (72.)
Rot: Max Vogler (HSV, 83., „Notbremse“) +++ rl

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