Die Grünen müssen sich nach Ansicht ihres Fraktionschefs Anton Hofreiter stärker um soziale Belange kümmern. Die Partei müsse sich fragen, "ob wir die soziale Frage bei unserer Umweltpolitik immer ausreichend berücksichtigt haben", sagte Hofreiter der "Süddeutschen Zeitung". Die Partei müsse "öko und sozial zusammendenken", verlangte der Grünen-Politiker. "Das heißt auch: Wenn Umweltmaßnahmen auf Kosten der Menschen gehen, müssen wir für einen sozialen Ausgleich sorgen." So müsse ein Preis auf Kohlendioxid, wie ihn die Grünen seit langem fordern, auch eine faire Verteilung der Einnahmen beinhalten. Und wenn die Autoindustrie durch alternative Antriebe wie das Elektroauto unter Druck gerate, brauche es auch Hilfen für betroffene Beschäftigte. "Unser Ziel muss sein, die Transformation so zu gestalten, dass gute Arbeit erhalten bleibt." Der Umbau der Autoindustrie dürfe "nicht auf Kosten guter Tariflöhne und betrieblicher Mitbestimmung gehen", forderte Hofreiter. Die Politik müsse nun schnell beginnen, diesen Umbau vorzubereiten. +++
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