Hofreiter verlangt “Ende des Zick-Zack-Kurses” bei Glyphosat

Der Ball liegt bei der Bundesregierung

Berlin. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) dazu aufgefordert, im Streit über das Unkrautgift Glyphosat “ihren Zick-Zack-Kurs zu beenden” und den Ausstieg aus der Nutzung dieses Mittels einzuleiten. “Nötig ist ein klarer, ambitionierter und verbindlicher Fahrplan zur Reduktion von Pestiziden”, sagte Hofreiter der “Neuen Osnabrücker Zeitung”.

Angesichts des dramatischen Sterbens von Bienen, Schmetterlingen und Vögeln müsse Klöckner den “Fehltritt ihres Vorgängers korrigieren” und Glyphosat von den Äckern verbannen, wo das meiste Gift eingesetzt werde. Glyphosat dürfe auch nicht einfach durch “neue Kreationen aus den Pestizidküchen von Bayer und Monsanto” ersetzt werden. “Wir brauchen ein Umsteuern in der Agrarpolitik hin zu einer wirklich nachhaltigen Landwirtschaft. Der Ball liegt bei der Bundesregierung”, erklärte Hofreiter. Klöckner hatte deutlich gemacht, dass sie sich an den Koalitionsvertrag halte.

Der “systematische und schrittweise Ausstieg” müsse bis 2021 vollendet sein, bekräftigte auch Umweltministerin Svenja Schulze (SPD). Ihre Behörde verwies darauf, dass Union und SPD sich auf eine Minderungsstrategie geeinigt hätten mit dem Ziel, die Anwendung so schnell wie möglich zu beenden. Der Agrarminister der Vorgängerregierung, Christian Schmidt (CSU), hatte seine SPD-Kollegin Barbara Hendricks vor vollendete Tatsachen gestellt und in Brüssel die weitere Nutzung von Glyphosat gebilligt. +++

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1 Kommentar

  1. Nach dem Glyphosat-Heiland Schmidt also der Glyphosat-Engel Klöckner! Oder doch alle nur Teufel?
    Frau Klöckner reiht sich mit ihrem „Fachwissen“ (Zuckerrüben-Glyphosat-Bienensterben!) ein in die Riege ihrer Vorgänger wie z.B. Aigner, die über glückliche Kühe mit lactosefreier Milch schwadronierte!
    Und ihr kürzliches Süßholzraspeln über die Systemrelevanz von Bienen erweist sich jetzt als zynisch! Verkündet sie doch anstelle eines durchgängigen, weitgehenden Glyphosat-Verbots weitere Untersuchungen für bereis hinreichend bekanntes und abgesichertes Wissen! Das ist kein Zeichen für Handlungsstärke sondern ein Zeichen von Verzögerungstaktik auf Kosten der Gesundheit der gutgläubigen Verbraucher und zu Lasten der Artenvielfalt!
    Immerhin scheint sie mit ihrer Medienpräsenz Frau von der Leyen nacheifern zu wollen!
    Würde sie doch mit ihrer Redseligkeit auch endlich mehr Licht in ihre Maus-Affäre bringen und auch in den Stand des von ihr angekündigten Parteiausschlußverfahrens gegen den Koblenzer CDU-Politiker Wilms, der Anfang letzten Jahres auf üble Weise gegen Manu Dreyer gehetzt hatte. Hatten sie doch mehr Klarheit angekündigt. Umgesetzt oder alles wieder einmal nur erstunken und erlogen?

    Ach noch etwas!
    ‪Nach der Wahl ist vor der Wahl:
    http://youtu.be/0zSclA_zqK4‬

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