Die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl, hat einen konsequenten Kampf gegen Rechtsextremismus in der Bundeswehr angemahnt. „Rechtsextremismus hat in der Truppe keinen Platz“, sagte Högl der „Rheinischen Post“. Dort, wo es rechtsextreme Auffassungen, Aktivitäten und Verbindungen gebe, müssten diese konsequent aufgeklärt, verfolgt und bestraft werden, antwortete die Sozialdemokratin auf die Frage, wie anfällig die Truppe für Rechtsextremismus 76 Jahre nach dem erfolglosen Sprengstoff-Attentat von Offizieren auf Hitler am 20. Juli 1944 sei. Sie fügte hinzu, dass die eindeutige Mehrheit der Soldaten jeden Tag verantwortungsvoll ihren Dienst für Freiheit, Frieden, Rechtsstaat und Demokratie in Deutschland leiste. Es sei gut, wenn die Truppe sichtbar sei wie bei öffentlichen Gelöbnissen. Wegen der Corona-Pandemie fallen in diesem Jahr öffentliche Gelöbnisse in Gedenken an die Offiziere aus. Linksfraktionschef Dietmar Bartsch sagte der Zeitung, ihm fehle da nichts. „Alles, was an Militarismus erinnert, braucht niemand.“ Dem antifaschistischen Widerstandskampf müsse auch in größerem Umfang gedacht werden als nur den damaligen Offizieren, „die sehr lange an der Seite der Nazis standen“. Gewürdigt werden müssten in stärkerem Maße auch die Christen, Kommunisten und Sozialisten, die gegen Hitler aufgestanden seien. +++
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