Hochwasser-Alarm in Hessen: Pegel steigen weiter

Foto: Stadt

Alarmierende Nachrichten aus Hessen: Anhaltender Regen und abschmelzender Schnee haben mancherorts bereits zu Hochwasser geführt. Wie das Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden mitteilte, befinden sich derzeit sechs Pegel im Bundesland in der Meldestufe 1 – und die Wasserstände steigen weiter an.

Auslöser der angespannten Lage sind die starken Niederschläge der vergangenen Stunden. In den Mittelgebirgen Vogelsberg und Westerwald fielen innerhalb von 24 Stunden bereits mehr als 10 Liter pro Quadratmeter Regen. Besonders stark betroffen ist der Odenwald: An der Messstation Fürth-Krumbach wurden sogar 20 Liter pro Quadratmeter registriert.

Doch eine Entspannung ist nicht in Sicht. Bis in die Nacht zum Montag rechnen Experten erneut mit kräftigen Regenfällen. In weiten Teilen Hessens werden zusätzliche Niederschläge von fünf bis zehn Litern pro Quadratmeter erwartet, in Staulagen sogar zehn bis zwanzig Liter, lokal bis zu 25 Liter. In höheren Mittelgebirgslagen summieren sich Regen und Schmelzwasser auf ein Niederschlagsaufkommen von etwa 25 bis 35 Litern pro Quadratmeter.

Ausgehend von den betroffenen Regionen könnten weitere Pegel die Meldestufe 1 überschreiten. Ein besonderer Schwerpunkt der Entwicklung liegt weiterhin in Südhessen. Gleichzeitig warnen die Fachleute vor großen Unsicherheiten bei den Prognosen, da der weitere Verlauf des Tauwetters derzeit schwer vorherzusagen sei.

Aktuelle Messwerte und Hochwasservorhersagen werden fortlaufend online veröffentlicht. Auch Daten und Prognosen der Nachbarbundesländer sind dort, soweit verfügbar, verlinkt. Die vorliegenden Angaben spiegeln den Stand vom 22. Februar 2026 um 10:00 Uhr wider – in einer dynamischen Hochwasserlage können sich die Werte jedoch schnell ändern.

In der Hochwasservorhersagezentrale des HLNUG laufen fortlaufend Daten aus den für Hessen relevanten Niederschlags- und Pegelmessnetzen zusammen. Auf Grundlage dieser Messwerte sowie der Vorhersagen des Deutscher Wetterdienst werden Abfluss- und Wasserstandsentwicklungen für mehr als 40 Messstellen im Bundesland berechnet.

Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des HLNUG ist in Wiesbaden angesiedelt und informiert regelmäßig über die aktuelle Lageentwicklung. Die Behörden rufen dazu auf, die weitere Entwicklung aufmerksam zu verfolgen, da sich die Situation jederzeit verändern kann. +++


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