Hochkarätiges Klavierspiel beim Halbfinale der PIANALE

Neben dem Publikums- und Jurypreis spielen die Finalisten am Donnerstag um diverse Konzertengagements

Die Halbfinalisten Foto: Pianale

Die sieben ausgewählten Halbfinalisten der PIANALE boten am gestrigen Dienstagabend einen spannenden Klavierabend in der Aula der Alten Universität. Heute stehen die vier Finalisten fest, die beim Finale am 4. August um 18:30 Uhr im Schloss Fasanerie um den Publikumspreis spielen.

Über sieben Konzerte des PIANALE Piano Festivals – Fulda beflügelt konnte das interessierte Publikum das außerordentlich hohe Niveau der jungen Pianistinnen und Pianisten der PIANALE bewundern. Das Halbfinale am Dienstagabend erlebten die Zuhörerinnen und Zuhörer als einen besonderen Höhepunkt des Festivals. Die sieben von einer Jury vorausgewählten Musikerinnen und Musiker begeisterten durchweg und erhielten stürmischen Applaus als Dank für ihre hochkarätigen Leistungen.

Professorin Uta Weyand, Leiterin und Gründerin der PIANALE, begrüßte die Musikbegeisterten im Saal mit Worten des Dankes an alle Förderer und die Mitglieder des Vereins PIANALE Freunde e.V., die dafür sorgten, dass alle Halbfinalisten und Finalisten mit Stipendien unterstützt werden können. Das PIANALE Piano Festival gewinne durch den Mittelpunkt in der Stadt Fulda ein breites, interessiertes Publikum und das wiederum begeistere die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der PIANALE. „Nur durch häufiges Auftreten können die Leistungen der 26 Musici wachsen und reifen.“, erklärt Uta Weyand.

Nach ausgeloster Reihenfolge begann die erst 15-jährige Phoebe Papandrea den Abend mit einer Scarlatti Sonate gefolgt von der 1. Rhapsodie von Brahms. Simen Kraggerud aus Norwegen präsentierte zwei Werke aus den Miroirs von Ravel. Alborada del Gracioso und Vallée de cloches tauchten den Saal in klangvolle Klavierfarben. Der in Hannover studierende Chinese Dongping Wang überzeugte mit einem Prélude von Chopin und dem 2. Scherzo desselben Komponisten bevor Haowen Gao (16) den ersten Teil mit einer Etüde und der 1. Ballade von Chopin virtuos beschloss. Nach der Pause bewies der 18-jährige Mert Yalniz aus Braunschweig sein Können mit einem erhabenen Präludium und Fuge von Bach sowie dem ersten Satz der berühmten Appassionata Sonate von Beethoven. Samira Spiegel entschied sich für drei unterschiedliche Werke. Sie sorgte für Stimmung mit Debussy´s Minstrels, Ravels Online und einer virtuosen Chopin Etüde. Zum Schluss brachte Vincent Ling aus England die 2. Sonate von Bacewicz zu Gehör. Ein Klavierabend mit außergewöhnlichen Leistungen ging zu Ende und überließ der Jury die schwierige Entscheidung, vier Finalisten ausfindig zu machen, die am 4. August um 18:30 Uhr im Schloss Fasanerie auftreten dürfen.

„Ein so hohes, ausgeglichenes Niveau erlebt man selten.“, staunt Prof. Florian Hölscher, der als externer, neu hinzugekommener Juror den Abend gemeinsam mit den Dozentinnen und Dozenten der PIANALE bewertete. Die Entscheidung der Professoren Markus Schirmer, Elena Levit, Filippo Gamba, Florian Hölscher und Uta Weyand fiel auf folgende vier Finalisten: Haowen Gao aus China,
Vincent Ling aus England, Dongping Wang aus China und Mert Yalniz aus Deutschland. Alle Halbfinalisten erhielten ein Stipendium über 500 Euro. Am morgigen Donnerstagabend spielen die vier Finalisten um den Publikumspreis, den Jurypreis und verschiedene Konzertengagements. +++ pm/ja

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Letzte Aktualisierung: 02.10.2022, 05:22 Uhr
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