London. Das Feuer in einem Hochhaus in London, bei dem in der vergangenen Woche mindestens 79 Personen ums Leben kamen, ist offenbar durch einen brennenden Kühlschrank ausgelöst worden. Das teilte die Londoner Polizei am Freitag mit. Es habe sich nicht um Brandstiftung gehandelt. Wegen Baumängeln prüfe man, Anklagen wegen fahrlässiger Tötung zu erheben, sagte eine Polizeisprecherin. Bei dem Feuer im Grenfell Tower waren auch dutzende Menschen verletzt worden. Nach dem Brand gab es Proteste gegen die Regierung: Demonstranten warfen der britischen Premierministerin Theresa May unter anderem mangelnde Unterstützung für die Betroffenen vor. +++
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1 Kommentar
Das Thema Hochhausbrand in London bereitet auch hier in Deutschland so manchem privatem Hausbesitzer, aber vor allem auch mancher Wohnungsbaugesellschaft derzeit schlaflose Nächte.
Der Grund:
Viele und damit mein ich richtig viele Häuser auch in Fulda wurden vor Jahren mit dem billigen Dämmstoff Styropor wärmegedämmt. Ohne allerdings darauf zu achten, sog. Brandschutzriegel zwischen den Stockwerken zu installieren, die ein schnelles Übergreifen bei einem Fassadenbrand verhindern sollen.
Seit 2016 hat der Gesetzgeber auf die Problematik, die bereits seit Längerem bekannt ist (u.a. Spiegel Bericht von 2011), reagiert und die Bauvorschriften bezüglich Wärmedämmung verschärft.
Ältere Dämmmaßnahmen vor 2016 sind damit, so denkt man, über den sog. Bestandsschutz abgesichert, einer Maßnahme, die der Wohnungswirtschaft in Deutschland sicherstellt, daß ihre alten Hütten nicht den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen müssen.
Es ist aber durchaus denkbar, daß Hausbesitzer in Kenntnis der Problematik (bei einem Fassadenbrand wäre der 2. Rettungsweg über Feuerleitern von außen versperrt) nachbessern müßten. Und auch den Gesetzgeber dürften die Ereignisse von London motivieren, hier über eine Vorschrift zur Nachbesserung älterer Gebäude nachzudenken.
Und genau deshalb reagieren die Verantwortlichen vieler Wohnungsbaugesellschaften derzeit wie die berühmten 3 Affen: nichts sehen, nichts hören und nichts sagen.
Übrigens: auch der OB und der Stadtbaurat sind Mitglieder der Aufsichtsgremien verschiedener Wohnungsbaugesellschaften in Fulda.
Haben beide deshalb letzte Woche auf der Jahreshauptversammlung des Siedlungswerks gefehlt?
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Das Thema Hochhausbrand in London bereitet auch hier in Deutschland so manchem privatem Hausbesitzer, aber vor allem auch mancher Wohnungsbaugesellschaft derzeit schlaflose Nächte.
Der Grund:
Viele und damit mein ich richtig viele Häuser auch in Fulda wurden vor Jahren mit dem billigen Dämmstoff Styropor wärmegedämmt. Ohne allerdings darauf zu achten, sog. Brandschutzriegel zwischen den Stockwerken zu installieren, die ein schnelles Übergreifen bei einem Fassadenbrand verhindern sollen.
Seit 2016 hat der Gesetzgeber auf die Problematik, die bereits seit Längerem bekannt ist (u.a. Spiegel Bericht von 2011), reagiert und die Bauvorschriften bezüglich Wärmedämmung verschärft.
Ältere Dämmmaßnahmen vor 2016 sind damit, so denkt man, über den sog. Bestandsschutz abgesichert, einer Maßnahme, die der Wohnungswirtschaft in Deutschland sicherstellt, daß ihre alten Hütten nicht den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen müssen.
Es ist aber durchaus denkbar, daß Hausbesitzer in Kenntnis der Problematik (bei einem Fassadenbrand wäre der 2. Rettungsweg über Feuerleitern von außen versperrt) nachbessern müßten. Und auch den Gesetzgeber dürften die Ereignisse von London motivieren, hier über eine Vorschrift zur Nachbesserung älterer Gebäude nachzudenken.
Und genau deshalb reagieren die Verantwortlichen vieler Wohnungsbaugesellschaften derzeit wie die berühmten 3 Affen: nichts sehen, nichts hören und nichts sagen.
Übrigens: auch der OB und der Stadtbaurat sind Mitglieder der Aufsichtsgremien verschiedener Wohnungsbaugesellschaften in Fulda.
Haben beide deshalb letzte Woche auf der Jahreshauptversammlung des Siedlungswerks gefehlt?