Hilfsverein für Kriegsdienstverweigerer warnt junge Russen

Der Hilfsverein für Kriegsdienstverweigerer „Connection e.V.“ hat vor einer hohen Gefahr für junge Russen durch die verkündete Teilmobilisierung gewarnt. „Für uns ist klar: Niemand zwischen 18 und 60 Jahren kann sich mehr sicher sein in Russland, dass er nicht eingezogen wird“, sagte Rudi Friedrich von „Connection e.V.“ den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). Der in Offenbach sitzende Verein berät international Kriegsdienstverweigerer und Deserteure und betreut auch Fälle aus Russland. Man bekomme im Moment viele Anfragen von Russen in Deutschland, „die noch Verwandte in Russland haben und sich nun große Sorgen machen, ob die Menschen in den Krieg ziehen müssen“, sagte Friedrich. „Viele verunsichert die Nachricht über die Teilmobilmachung stark. Es herrscht Unklarheit, wer nun eingezogen werden soll und wer nicht, oder noch nicht.“ Zugleich forderte Friedrich einen besseren Schutz für russische Kriegsdienstverweigerer in Deutschland: „Hier muss Deutschland weitgehend diese Menschen vor dem Kriegsdienst schützen, und darf nicht darauf beharren, dass formale Dokumente wie der Einberufungsbefehl vorliegen.“ +++

Coronadaten

Letzte Aktualisierung: 02.10.2022, 05:22 Uhr
 Inzidenz7-Tage-Fallzahl
Fulda
780,5 ↓1745
Vogelsberg770,3 →814
Hersfeld
616,7 →741
Main-Kinzig569,4 ↓2411

Sie können uns jederzeit Leserbriefe zukommen lassen. Diskutieren kann man auf Twitter oder Facebook