Hessische Polizei durchsucht Wohnungen wegen Kindesmissbrauch

Hessische Strafverfolgungsbehörden sind in der vergangenen Woche im Rahmen einer landesweiten Schwerpunktaktion gegen Kinder- und Jugendpornografie vorgegangen und haben dabei 68 Wohnungen und Häuser durchsucht. Wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, wurden bei den Maßnahmen insgesamt 405 Datenträger sichergestellt. Zudem ermittelten die Ermittler 65 Beschuldigte, allesamt Männer im Alter zwischen 14 und 72 Jahren.

Den Beschuldigten wird überwiegend der Besitz, die Herstellung sowie die Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie vorgeworfen. In 15 Fällen geht es darüber hinaus um den Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen. Zehn der Beschuldigten wurden im Zuge der Durchsuchungen zur Vernehmung auf Polizeidienststellen gebracht, gegen einen weiteren wurde ein Haftbefehl vollstreckt. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen standen die Beschuldigten nicht miteinander in Kontakt.

Zu den Hausdurchsuchungen war es im Zeitraum vom 12. bis 16. Januar gekommen. Betroffen waren zahlreiche Städte, darunter Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Hanau, Kassel und Wiesbaden. Darüber hinaus fanden Durchsuchungen in vielen hessischen Landkreisen statt, darunter Darmstadt-Dieburg, Fulda, Gießen, Groß-Gerau, Hersfeld-Rotenburg, Hochtaunus, Kassel, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg, Main-Kinzig, Main-Taunus, Marburg-Biedenkopf, Offenbach, Odenwald, Rheingau-Taunus, Schwalm-Eder, Vogelsberg, Waldeck-Frankenberg und Wetterau. Zudem gab es jeweils eine Durchsuchung in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Koordiniert werden die Ermittlungen von der hessischen Spezialeinheit „FOKUS“, die seit dem Jahr 2020 gezielt gegen Sexualstraftaten an Kindern vorgeht. Einen Großteil der Hinweise erhalten die hessischen Ermittler von US-amerikanischen Internetdienstleistern. Diese melden entsprechende Verdachtsfälle über die Organisation NCMEC (National Center for Missing and Exploited Children) an die deutschen Strafverfolgungsbehörden. +++


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