Hessen-Tourismus auf Wachstumskurs

Deutschland ist das Lieblingsreiseziel chinesischer Touristen in Europa

Rotes Moor

Der Tourismus in Hessen bleibt auf Wachstumskurs. Die Zahl der Gästeankünfte ist im vergangenen Jahr nach Berechnungen des Statistischen Landesamts um 2,3 Prozent auf 15,6 Millionen gewachsen, die der Übernachtungen um 1,9 Prozent auf 34,7 Millionen. „Tourismus ist für unser Bundesland ein Wirtschaftsfaktor, von dem – in Vollzeitstellen umgerechnet – inzwischen rund 230.000 Stellen direkt und indirekt abhängen“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am Dienstag in Wiesbaden. Überdurchschnittlich gut läuft in Hessen das Geschäft mit ausländischen Gästen, die 23,3 Prozent der Übernachtungen buchten (Deutschland insgesamt: 18,2 Prozent). Wichtigster Quellmarkt waren die USA (11,3 Prozent der internationalen Übernachtungen), gefolgt von den Niederlanden und China (je 7,3 Prozent) sowie dem Vereinigten Königreich (6,7 Prozent).

Deutschland ist das Lieblingsreiseziel chinesischer Touristen in Europa

Bei den Gästeübernachtungen spielt China eine immer wichtigere Rolle als Quellmarkt. Seit 2012 haben sich die Gästezahlen mehr als verdoppelt. Waren es 2012 noch 284.582 Übernachtungen, sind es 2018 bereits 590.562 Übernachtungen. China ist 2018 damit gleichauf mit den Niederlanden auf Platz 2 der wichtigsten ausländischen Quellmärkte für Hessen. „Deutschland ist das Lieblingsreiseziel chinesischer Touristen in Europa, und viele von ihnen reisen über den Frankfurter Flughafen an“, sagte Al-Wazir. „Sie wollen europäische Kultur kennenlernen und oft auch einkaufen. Hessen kann ihnen beides bieten.“ Das zeigt, dass es richtig war, sich in den vergangenen Jahren verstärkt chinesischen Gästen zuzuwenden. Bereits seit 2014 gibt es eine Internetseite in chinesischer Sprache zu touristischen Themen. Zur Vermarktung hessischer Reiseziele wurde zudem ein Printmagazin zu touristischen Themen und Sehenswürdigkeiten in Hessen in chinesischer Sprache veröffentlicht, das in größeren Reisebüros in China zu finden ist. Um den Tourismus weiter anzukurbeln, präsentiert sich Hessen gemeinsam mit den Städten Frankfurt und Wiesbaden auf der Internationalen Tourismusbörse ITB vom 6. bis 10. März 2019 in Berlin. In diesem Jahr stehen Digitalisierungsprojekte im Fokus. Am Stand von Hessen Tourismus wird es statt der klassischen Flyer einen digitalen Infopoint sowie 20 Tablets geben, an denen Fachbesucher und Gäste sich einen Eindruck von den hessischen Reisezielen verschaffen können. Die Wiesbaden Marketing GmbH wird dort den gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden entwickelten neuen digitalen Einkaufs- und Gastronomie-Führer vorstellen. Die Landeshauptstadt ist in diesem Jahr zudem erstmals Gastgeber des Germany Travel Mart. „Der bedeutendste Fachworkshop für das Reiseland Deutschland findet vom 12. bis 14. Mai im RheinMain Congress Center statt, das sich seit seiner Eröffnung vor einem Jahr im Markt der Veranstaltungs- und Tagungszentren etabliert hat“, sagte Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz. Wiesbaden wird in Berlin außerdem für sein Kulturangebot werben, etwa für die neue Jugendstil-Sparte des Museums.

Hessischer Tourismustag – Verleihung des Hessischen Tourismuspreises im Oktober

Der Hessische Tourismustag findet zusammen mit der Verleihung des Tourismuspreises alle zwei Jahre statt. Unter dem Aspekt Stärkung des ländlichen Raumes hat sich die Destination Spessart als Ausrichter angeboten. Der Tourismustag wird unter anderem neue digitale Entwicklungen im Tourismus aufgreifen. Mit 12.000 Euro ist der Hessische Tourismuspreis in diesem Jahr der höchstdotierte in Deutschland. Frankfurt setzt 2019 ebenfalls auf Kongress- und Städtereisen. „Frankfurt verzeichnet nicht zuletzt dank der neuen Altstadt ein neues Allzeithoch bei den Übernachtungen. Bis heute finden die täglichen Altstadtführungen eine große Resonanz“, sagt Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt. Die Altstadt werde 2019 noch lebendiger werden und von Sommer an das neue Struwwelpeter-Museum beherbergen. Auch von der Ausstellung „Making van Gogh“ (23.10.2019 – 16.02.2020) im Städel sowie von der Wiedereröffnung des Jüdischen Museums verspricht sich Frankfurt großen Besucherzustrom.

Potenzialanalyse „touristische Erreichbarkeit im ländlichen Raum“ – 5 Projekte 2019 geplant

Tourismus hat gerade im strukturschwächeren ländlichen Raum positive Effekte für Beschäftigung und Lebensqualität. Kernthema einer vom Wirtschaftsministerium in Auftrag gegebenen Potenzialanalyse ist die touristische Erreichbarkeit im ländlichen Raum mit Blick auf die gastronomische, digitale, barrierefreie und mobile Erreichbarkeit. Noch im Februar wird dazu eine Ideen-Werkstatt zur Ermittlung von modellhaften Projekten stattfinden. Fünf nachhaltige Tourismusangebote sollen auf dieser Grundlage durch das Wirtschaftsministerium bis zur Umsetzungsreife unterstützt werden. „Die Digitalisierung verändert auch die Tourismusbranche. Sie schafft eine ganz neue Preistransparenz, und sie ermöglicht ganz neue Angebote“, sagte Al-Wazir. Das Land hat deshalb die HA Hessen Agentur GmbH beauftragt, den Strategischen Marketingplan für den hessischen Tourismus weiterzuentwickeln. Eine Konsequenz aus der Entwicklung muss nach Auffassung des Ministers die konsequente Orientierung auf Service-Qualität sein. Al-Wazir warb für die Teilnahme an der Initiative „Qualität kompakt“: „Damit bieten wir den Betrieben einen einheitlichen Ansprechpartner für die verschiedenen Qualitätslabels. Sie erhalten Beratung und Betreuung aus einer Hand. Das ist eine beträchtliche Erleichterung, die es so nur in Hessen gibt.“ +++

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