Hessen hat den Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) jetzt auch digital eingeführt. Justizstaatssekretärin Tanja Eichner informierte sich bei einem Besuch des Vereins JUKO Marburg über das neue Projekt.
Dabei liegt der Fokus auf Straftaten im Internet, insbesondere Hate-Speech. Das digitale Verfahren folgt den bundesweiten Standards mit getrennten Vorgesprächen und gemeinsamen Ausgleichsgesprächen. Es soll vor allem bei Online-Straftaten wie Beleidigung, Nötigung oder Betrug helfen.
Eichner betonte, dass so auch über große Distanzen hinweg eine außergerichtliche Einigung möglich werde. Die hessischen Konfliktschlichtungsstellen werden jährlich mit 300.000 Euro gefördert. JUKO Marburg erhält davon rund 50.000 Euro. In den vergangenen zehn Jahren wurden durchschnittlich 750 Fälle pro Jahr bearbeitet, insgesamt waren es 8.852 Fälle. +++
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