Hersfeld: Erneute Wahlkreisreform führt noch immer zu Unmut

Tanja Hartdegen (SPD) Foto: privat

Die Landtagsabgeordnete für Hersfeld Tanja Hartdegen hat bei zahlreichen Terminen und Veranstaltungen die Marktgemeinden Burghaun und Eiterfeld sowie die Point-Alpha-Gemeinde Rasdorf kennenlernen dürfen. Diese Kommunen wurden unter Führung der CDU im Landtag jeweils aus dem Landkreis Fulda dem Nachbarwahlkreis Hersfeld zugeordnet. Bei Gesprächen mit den Menschen vor Ort fällt auf, dass die Wahlkreisreform, durch die nach Eiterfeld im Jahr 2017 nun auch Burghaun und Rasdorf aus dem Landkreis Fulda zum Wahlkreis 11 gehören, noch immer für deutlichen Unmut und Missstimmung in der Bevölkerung sorgt.

„Man erinnert sich noch sehr genau an einen CDU-Landtagsabgeordneten, der sich seinerzeit im heimischen Landkreis gegen die Verschiebung von Eiterfeld ausgesprochen hat, nur um in Wiesbaden für das Gegenteil die Hand zu heben. Und auch von den Aussichten, dass eine Verschiebung Eiterfelds nur vorübergehend sei, ist nichts übriggeblieben. Im Gegenteil: Mit der Heraustrennung von Burghaun und Rasdorf entsteht bei vielen Menschen der Eindruck, dass der Altkreis Hünfeld von der Landesregierung ausverkauft wird,“ fasst Hartdegen den Tenor ihrer Gespräche in den drei Gemeinden zusammen. Es sei kein Ruhmesblatt politischen Handelns, wenn die CDU mit den Grünen als Stütze so am Willen der Bevölkerung im Altkreis Hünfeld vorbei regiert und auch die deutlichen Äußerungen der Gemeindevertretungen, Bürgermeister und Kreistage gegen die neuerliche Wahlkreiszuschneidung von CDU und Grünen offensichtlich nicht ernst genommen und verworfen werden.

Ähnlich sieht das Wolfgang Deißenroth, Fraktionsvorsitzender der SPD in Rasdorf: „Hier verstehen es die wenigsten, warum wir bei der einen Wahl dem Wahlkreis Hersfeld zugeordnet werden und bei den anderen Wahlen an unseren angestammten Kreis in Richtung Hünfeld und Fulda orientiert sind. Die Bürger hier im Ort haben die Befürchtung, dass es ein erster Schritt in Richtung eines Wechsels der Landkreiszugehörigkeit sein könnte. Das will hier keiner!“ Tanja Hartdegen stellt für die SPD klar: „Wir jedenfalls planen keine weitere Gebietsreform! Und auch die von Schwarz-Grün beabsichtigte finanzielle Schlechterstellung des osthessischen Raums im Landesentwicklungsplan, inklusive der Drohungen der Landesregierung, klagende Kommunen sofort schlechter zu stellen, findet unseren entschiedenen Widerstand. Mit der SPD ist eine solche brachiale Benachteiligung des osthessischen Raums nicht zu machen.“ +++ pm

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