Hering: Wahlkreisreform aus rechtlichen Gründen

„Persönliche Angriffe sind fehl am Platz“

Thomas Hering (CDU)

„Die geplante Verschiebung von Rasdorf und Burghaun aus dem Wahlkreis Fulda I sehe ich als Beeinträchtigung der Identität des Landkreises Fulda und persönlich als Verlust, da ich in vielen Begegnungen und Initiativen eine Bindung zu den Gemeinden aufbauen konnte“, so CDU-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion im Landkreis Fulda Thomas Hering in einer Mitteilung. Gerade durch die Nähe zu den Menschen könne er mit authentischem Zeugnis und Beharrlichkeit in Wiesbaden auftreten.

Genau aus diesem Grund habe Hering schon sehr früh nach Bekanntwerden der Überlegungen interveniert: „Konstruktiv hatte ich Alternativvorschläge vorgelegt, die unseren Wahlkreis Fulda I nicht betroffen hätten, zumal dieser die Idealgröße aufweist und bereits vor vier Jahren unglücklich von Eiterfeld getrennt wurde.“ Aktuell jedoch scheine der Blick auf das gesamte Bundesland gerichtet zu sein, bei dem zahlreiche weitere Wahlkreise von eben solchen Umsetzungen betroffen sind. Hintergrund sind Veränderungen in der Anzahl der Wahlberechtigten, die laut Rechtsprechung zwischen den Wahlkreisen nur begrenzt abweichen darf. Der nun vorgelegte Neuzuschnitt führe auf Gespräche von CDU und SPD in Wiesbaden zurück, weshalb Hering sich über persönliche Kritik gerade aus Reihen der SPD sehr wundere. Der CDU-Abgeordnete rät vielmehr, innerhalb der SPD für Klarheit zu sorgen. „Politik ist am Ende immer auch ein Kompromiss des Möglichen“, sagt Hering.

Auch Kritik gehöre zum politischen Geschäft, der er sich gerne stelle. So sei er auch innerhalb der Kreistagsfamilie für Anregungen und Kritik offen, es gelte die Region weiter voranzubringen. Beiträge zu brennenden Themen aber auch Entwicklungen in die richtige Richtung könnten so ohne Rechtfertigungsklang ausgetauscht werden. In diesem Sinne sollte man erfahren genug aber auch fair sein, um politische Hintergrundmusik wahrzunehmen und das Engagement und die Umsetzung der bisherigen Initiativen bewerten zu können, so Hering, der abschließend resümiert: „Auch wenn dem politischen Gegenüber eine gewisse Schärfe und öffentliches Poltern zugestanden sein sollte, lässt es sich in der Sache besser mit offenem Visier und direkter Ansprache arbeiten. So vermeidet man ungerechtfertigte Angriffe auf die Person, welche oft auf mangelndem Hintergrundwissen und somit der Verkennung erfolgreicher Einflussnahme beruhen.“

In Folge seiner Darstellungen zur Intervention in der derzeitigen Wahlkreisdebatte wird Thomas Hering die weiteren Beratungen und Argumente verfolgen, seine Einlassungen wiederholen und einer Bewertung zuführen und hier seine Entscheidungsfindung auch von Transparenz und Nachvollziehbarkeit im Abwägungsprozess abhängig machen. +++ pm

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