Hagel mahnt CDU zur Zurückhaltung: „Leute nicht vor den Kopf stoßen“

Wenige Wochen vor wichtigen Landtagswahlen schlägt CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel deutliche Töne gegenüber der eigenen Partei an. Mit Blick auf den bevorstehenden Wahltermin warnt er die Union eindringlich davor, durch unbedachte Debatten und umstrittene Vorschläge Wählerinnen und Wähler zu verärgern – und sich damit selbst zu schaden.

Gegenüber der „Rheinischen Post“ fand Hagel klare Worte. Vorstöße wie die Begrenzung von Teilzeitarbeit oder die Privatisierung der Zahnarztkosten bezeichnete er als „völligen Quatsch“. Solche Ideen sorgten seiner Ansicht nach nicht für Zustimmung, sondern vielmehr für Kopfschütteln. Er halte nichts davon, „durch solche unbedachten Äußerungen die Leute vor den Kopf zu stoßen“, sagte Hagel. Das sei nicht nur ärgerlich, sondern vor allem kontraproduktiv, weil dadurch auch die Bereitschaft untergraben werde, sich ernsthaft mit notwendigen Reformen auseinanderzusetzen.

Zugleich unterstrich der CDU-Spitzenkandidat das Selbstverständnis seiner Partei. „Wir Christdemokraten sind die Partei mit der größten Wirtschaftskompetenz“, erklärte Hagel, machte jedoch deutlich, dass die Vorschläge der Mittelstandsunion oder des Wirtschaftsrates aus seiner Sicht keinen konstruktiven Beitrag leisteten. Darüber hinaus erinnerte er daran, dass die Union mehr sein müsse als eine reine Wirtschaftspartei. Die CDU sei ebenso „die Partei für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, betonte Hagel – und machte damit klar, dass die Union im Wahlkampf auf Ausgleich statt auf Provokation setzen sollte. +++


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