Fulda. Auf dem Finkenberg bei Kleinlüder betreibt die Biothan GmbH eine in ihrer Art einmalige Anlage zur Gewinnung von Bio-Erdgas aus biogenen Reststoffen, darunter die Inhalte der Braunen Tonne aus dem Landkreis Fulda und Gülle der heimischen Landwirtschaft. Die Kombination von Recycling und Gewinnung regenerativer Energie wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Kürzlich übergab der von anerkannten deutschen Umweltverbänden getragene Verein „Grüner Strom Label“ (GSL) Biothan-Geschäftsführer Dr. Sebastian Tews einen Scheck zur Förderung einer Photovoltaikanlage, die Betriebsstrom für die Anlage erzeugt.
Voll im Sinne der Energiewende
„Uns beeindruckt das integrierte Energiekonzept dieser Bio-Erdgas-Anlage“, unterstreicht Christian Knops vom Grünen Strom Label e.V. „Der mit der Photovoltaik-Anlage gewonnene Sonnenstrom wird direkt vor Ort für die Prozesse der regenerativen Energieerzeugung eingesetzt.“ Für Grüner Strom Label e.V. sei zudem der geschlossene regionale Kreislauf ein Entscheidungskriterium für die Gewährung der Förderung in Höhe von 50.000 Euro. „Alle Reststoffe stammen aus der Region, das erzeugte Bio-Erdgas wird auch in der Region angeboten und die nährstoffreichen Gärreste kommen der heimischen Landwirtschaft zugute.“ Deshalb, so Knops, sei die Anlage voll im Sinne der Energiewende.
„Wir freuen uns über die Förderung durch den Grüner Strom Label e.V. und werten sie als Anerkennung unserer Arbeit hier auf dem Finkenberg“, sagt Biothan-Geschäftsführer Dr. Sebastian Tews. Die verzahnten Prozesse der Anlage seien auf mehreren Ebenen regenerativ: „So wird zum Beispiel aus der Gas-Einspeiseanlage ausgekoppelte Wärme für den Fermentationsprozess ausgekoppelt und eingesetzt. Die Photovoltaik-Anlage, mit der wir einen Teil des Betriebsstroms erzeugen, rundet den regenerativen Ansatz sinnvoll ab.“ Die geförderte Photovoltaik-Anlage auf den Flachdächern der Trocken- und Nassfermentationshallen hat eine Leistung von 281 kW und wird jährlich rd. 300.000 kWh Sonnenstrom produzieren. +++

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