Berlin. Die Grünen fordern von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), nach der Plagiatsaffäre zur Sacharbeit zurückzukehren. „Zur Freiheit von Forschung und Lehre gehört es auch, dass die Entscheidung der MHH so zu akzeptieren ist, wie sie getroffen wurde“, sagte der Grünen-Sicherheitsexperte Tobias Lindner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es sei gut, dass nun endlich Klarheit in dieser Angelegenheit herrsche. „Ursula von der Leyen sollte sich jetzt den ganzen Baustellen, die es in ihrem Ressort gibt, widmen.“
Der Präsident der Medizinischen Hochschule Hannover, Christopher Baum, hatte am Mittwoch erklärt, es seien zwar „klare Mängel, im Wesentlichen in der Einleitung“ an von der Leyens Doktorarbeit festgestellt worden. Das Muster dieser Plagiate spreche jedoch nicht für eine Täuschungsabsicht. „Es geht hier um Fehler, nicht um Fehlverhalten“, betonte Baum. Es handele sich um Fehler, die den wissenschaftlichen Wert der Doktorarbeit nicht infrage stellten. Die Ergebnisse der Arbeit seien zum damaligen Zeitpunkt neu, valide und von praktischer Relevanz gewesen.
Linke empfindet „Nachgeschmack“ bei Entscheidung zu von der Leyen
Aus Sicht der Linken bleibt nach der Entscheidung der Medizinischen Hochschule Hannover, Ursula von der Leyen den Doktortitel nicht zu entziehen, ein „Nachgeschmack“. Die Bundesverteidigungsministerin sei „mit dem Schrecken davon gekommen“, sagte Linken-Chef Bernd Riexinger der Online-Ausgabe der „Rheinischen Post“. „Das Problem ist, dass es offenbar immer wieder Menschen gibt, die aufgrund ihrer privilegierten Herkunft denken, dass Regeln nur für die anderen gelten.“ MHH-Präsident Christopher Baum hatte am Mittwoch erklärt, es seien zwar „klare Mängel, im Wesentlichen in der Einleitung“ an von der Leyens Doktorarbeit festgestellt worden. +++ fuldainfo

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