Wiesbaden. Andrea Bienia aus Lorsch war als Alleinerziehende mit drei Kindern arbeitslos – eine Situation, die viele wohl als ausweglos empfinden würden. Oliver Baumgart aus Fulda sagt von sich selbst bescheiden, er mache „nichts Besonderes, aber das was ich mache, das mache ich besser und mit Leidenschaft.“ Er untertreibt, denn sein 43einhalb Sneaker Store beschäftigt mittlerweile 35 Menschen und wird von großen, internationalen Herstellern als Test-Shop für neue Trends genutzt. Ebenfalls mit Schuhen verdient Dominik Benner aus Hofheim sein Geld – er hat nach dem Tod des Vaters dessen Geschäft übernommen, dieses aber auf ganz neue, nämlich auf Online-Füße gestellt und bietet nun kleinen regionalen Schuhläden einen einfachen Weg zum Einstieg in den Online-Handel. Das hilft denen, ihr Geschäft gegen die großen Ketten zu behaupten. Alle drei Gründer sind Beispiele für unternehmerischen Mut und Eigeninitiative und von der Jury in das Finale des Hessischen Gründerpreises gewählt worden.
Die drei Jungunternehmen sind, zusammen mit sechs weiteren erfolgreichen hessischen Gründerinnen und Gründern, Finalisten beim Hessischen Gründerpreis 2015. Sie finden die vollständige Übersicht über alle neun Finalisten mit Kontaktdaten als PDF-Anhang zu dieser Mail. Die Finalisten wurden von einer zwölfköpfigen Jury aus den 36 Halbfinalisten ausgewählt und heute auf der Magistratspressekonferenz der Stadt Neu-Isenburg der Öffentlichkeit vorgestellt. „Wir freuen uns sehr, dass Neu-Isenburg Austragungsort des Hessischen Gründerpreises 2015 ist. Hier sind junge Unternehmerinnen und Unternehmer in bester Gesellschaft“, sagte Herbert Hunkel, Bürgermeister von Neu-Isenburg. „Neu-Isenburg ist der Wirtschaftsmotor im Kreis Offenbach. Knapp 6.000 Betriebe und Gewerbetreibende sind hier gemeldet, davon 598 Anmeldungen alleine in 2014. Ein inspirierender Standort also für Gründerinnen und Gründer.“
Elisabeth Neumann, Projektleiterin Gründertage Hessen: „Die neun Finalisten haben zusammen 127 Arbeitsplätze geschaffen. Alle 72 Jungunternehmer, die am Hessischen Gründerpreis teilgenommen haben, geben zusammen sogar 640 Menschen Arbeit. Davon sind 19 Auszubildende und 397 Vollzeitstellen. Inklusive der beschäftigten Freiberufler haben insgesamt 735 Menschen durch die Existenzgründer Arbeit. Für die hohe Qualität des diesjährigen Bewerberfeldes spricht, dass die Gesamtzahl der geschaffenen Arbeitsplätze und auch die der Vollzeitarbeitsplätze höher liegt als 2014, trotzdem die Bewerberzahl in diesem Jahr gesunken ist.“ Und der stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes der Sparkasse Langen-Seligenstadt, Jürgen Kuhn, ergänzt: „Für Existenzgründungen in der Region ist die Sparkasse Langen-Seligenstadt gut aufgestellt. Ein speziell für die Thematik ausgebildeter Betreuer begleitet und fördert die Existenzgründer von Anfang an.“
Der Wettbewerbsverlauf
Aus 72 Bewerbungen hatte eine Fachjury 36 Halbfinalisten bestimmt, die sich am Dienstag, 13. Oktober 2015, mit einer fünfminütigen Präsentation einer zweiten Jury vorgestellt haben. Alle Bewerber haben zusammen 397 Vollzeitarbeitsplätze geschaffen (2014: 90 Bewerber, 225 Vollzeitstellen) und beschäftigen insgesamt 640 Menschen in Voll- oder Teilzeit, als Azubis oder Aushilfen (2014: 638). Hinzu kommen 95 Freiberufler (2014: 124). Die Finalisten freuen sich, ebenso wie die Halbfinalisten und alle Teilnehmer, über einen Bericht in Ihrem Medium. Denn auch wer es nicht ins Finale geschafft hat, hat oft interessante Geschichten zu erzählen. Eine Berichterstattung darüber unterstützt die lokale Wirtschaft, würdigt die individuelle Leistung der Gründerinnen und Gründer und macht anderen Menschen Mut, sich ebenfalls für diesen Schritt zu entscheiden. Eine Liste der Finalisten finden Sie im anhängenden PDF, Kontakt zu den Halbfinalisten oder zu Bewerbern aus Ihrer Region vermitteln wir Ihnen gerne. +++ fuldainfo
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