Gewalt in der Ostukraine setzt sich fort

Ukraine

Luhansk. Die Gewalt im Osten der Ukraine hat sich auch am Dienstag fortgesetzt. Pro-russische Separatisten stürmten in der Stadt Luhansk mehrere Gebäude, darunter die Bezirksverwaltung und das Büro des Staatsanwaltschaft, wie die „Kyiv Post“ berichtet. Auf den besetzten Gebäuden sei die russische Fahne gehisst worden. Hunderte Menschen hätten sich an den Aktionen beteiligt, mindestens ein Mensch sei dabei verletzt worden.

Ein Sprecher der Separatisten sagte der russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti, man sei dabei, die Polizei in Luhansk zu entwaffnen. Der ukrainische Übergangspräsident Alexander Turtschinow hatte den Polizisten zuvor Untätigkeit vorgeworfen. Diese seien nicht in der Lage, ihre Pflichten zu erfüllen und die Bürger zu schützen.

Freilassung von OSZE-Mitarbeitern angekündigt

Der selbsternannte Bürgermeister der ostukrainischen Stadt Slowjansk, Wjatscheslaw Ponomarew, hat offenbar eine baldige Freilassung der gefangen gehaltenen deutschen Mitarbeiter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) angekündigt. „Es sieht danach aus, dass es eine baldige Freilassung geben kann, ohne einen Geiselaustausch“, sagte Ponomarew der „Bild-Zeitung“. „Wir haben mit der OSZE ein Abkommen, noch keine weiteren Details zu nennen.“ Sieben OSZE-Beobachter, fünf Angehörige des ukrainischen Militärs und ihr Fahrer waren am Freitag in der ostukrainischen Slowjansk als Geiseln genommen worden. Am Sonntagabend war einer der Beobachter aus medizinischen Gründen freigelassen worden. Eine baldige Freilassung der übrigen Beobachter – darunter vier Deutsche – galt bisher als unwahrscheinlich, da die Separatisten sie offenbar gegen festgenommene Aufständische austauschen wollten, die derzeit in ukrainischen Gefängnissen sitzen. +++ fuldainfo

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Letzte Aktualisierung: 13.08.2022, 06:22 Uhr
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