50 Jahre nach dem Tod von Oskar Schindler haben Landtagspräsidentin Astrid Wallmann und Ministerpräsident Boris Rhein an den „Retter von 1200 Juden“ erinnert. In einer gemeinsamen Gedenkstunde würdigten sie Schindlers außergewöhnlichen Mut während des Holocaust.
„Oskar Schindler hat die Menschlichkeit in den dunkelsten Zeiten deutscher Geschichte hochgehalten“, so Wallmann. „Er hat Juden unter Einsatz seines Lebens geholfen, als andere wegschauten.“ Schindlers Handeln sei von Mitleid und der Einsicht in das Richtige geleitet gewesen.
Ministerpräsident Rhein nannte Schindler ein „Vorbild für uns alle“. „Er hat sein Leben eingesetzt, damit Menschen, die dem Tod geweiht waren, weiterleben konnten“, sagte Rhein. Schindlers Glaube an die Würde jedes Menschen und sein Einsatz für das Leben anderer seien Werte, die es zu verteidigen gelte.
Rhein appellierte an die Verantwortung jedes Einzelnen für die Demokratie und mahnte, die Lehren aus der Vergangenheit nicht zu vergessen. „Wir müssen uns entschieden gegen Antisemitismus und jede Form von Diskriminierung stellen“, so der Ministerpräsident.
An der Gedenkstunde nahmen auch die Generalkonsulin des Staates Israel, Talya Lador-Fresher, der ehemalige israelische Diplomat Avi Granot und der Publizist Prof. Dr. Dr. Michel Friedman teil. +++
