Gaffer im Verkehr – Da hilft nur Fahrverbot

Diese Botschaft wäre endlich deutlich

Berlin. Sie haben Spektakuläres oder Kurioses erlebt? Dann werden Sie Leser-Reporter! So fördert eine große deutsche Tageszeitung seit Jahren die Neugierde ihrer Leser und honoriert sie durchaus fürstlich mit 250 Euro. Dagegen fängt das Bußgeld für Gaffer – wenn man sie denn überhaupt erwischt – bei gerade mal 20 Euro an. Muss man sich da noch wundern, wenn am Unfallort gefilmt statt Hilfe angeboten wird, weil Likes offensichtlich wichtiger sind als ein Menschenleben? Dieser Rücksichtslosigkeit ist nur mit deutlich härteren Strafen beizukommen. Deshalb ist dem Fall des Feuerwehrmanns aus Weibersbrunn, dem angesichts des Rudels pietätloser Sensationshungriger vergangene Woche der Kragen geplatzt ist, durchaus Bedeutung beizumessen. Zwar mag es nicht der richtige Ansatz sein, mit einem C-Rohr auf filmende Lkw-Fahrer zu zielen, aber die unkonventionelle Art hat Aufmerksamkeit erregt. Es wird diskutiert – hoffentlich auch über höhere Strafen. Wer will schon ein Fahrverbot für ein bisschen Anerkennung im Internet riskieren? Diese Botschaft wäre endlich deutlich, meint die Mittelbayerische Zeitung. +++

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