Zweites Spiel, zweiter Sieg: Das nennt man einen geglückten Start in die Hessenliga-Saison. Dem 3:1-Erfolg auf eigenem Platz gegen den KSV Baunatal ließen die Kicker des Hünfelder SV am Samstagnachmittag einen 2:1-Sieg beim VfB Marburg folgen. „Sechs Punkte kann uns erstmal keiner mehr nehmen“, frohlockte Benjamin Fuß, Co-Trainer des HSV.
„Das war wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung wie in der letzten Woche“, schob Fuß nach. „Natürlich hatten wir auch ein bisschen Glück. Doch das haben wir uns unter der Woche erarbeitet.“ Was er vor allem meinte: Vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit landete eine Flanke des Gegners am etwas verunglückt am Pfosten, von dort sprang die Kugel HSV-Keeper Jannis Maul an den Rücken - und von dort ins Toraus. Dennoch: Der Gast verdiente sich den Sieg - wie beim Start gegen Baunatal - erneut. Und daran gab es keinen Zweifel.
Die Partie an der Gisselberger Straße verlief wie erwartet intensiv und umkämpft. Marburg erwischten den besseren Start, als Maul stark gegen Michel parierte (4.) und Mark Zentgraf Grönkes Schuss gewinnbringend abfälschte (24.). Bis der HSV kam - und zurückschlug. Fröhlichs Kopfball rettete Enobore auf der Linie (29.) - und Trägler befand sich nach Fröhlichs Pass haarscharf in Abseitsposition (41.).
Ehe der Vergleich im zweiten Abschnitt noch an Fahrt aufnahm. Und Hünfeld in Führung ging. Der aufgerückte Innenverteidiger Aaron Gadermann traf per Kopf, nachdem ihn Max Vogler bedient hatte. Praktisch im Gegenzug antwortete der VfB: Grönke vollendete ins lange Eck - nach einer Mehrfach-Chance. Doch der HSV zeigte, dass er den Sieg wollte: Zunächst wurde ein Tor nicht anerkannt, nachdem zunächst Dücker und dann Torschütze Kemmerzell resolut dafür sorgten. Bis nach 72 Minuten Marcel Trägler vom Punkt aus traf: Der verwandelter Foulelfmeter war bereits das dritte Saisontor der „Maschine“.
Benny Fuß schloss den gelungenen Tag ab. „Wir wollen zukünftig auswärts mutiger und selbstbewusster spielen. Das war ein Schritt in die richtige Richtung.“ Und zum Thema Glück meinte er noch: „Es kann nicht immer Glück sein. Irgendwann ist Glück auch Können. Jetzt freuen wir uns erstmal auf die Rückfahrt.“ Dass er nicht so sehr von Glück lebt, möchte der HSV beim nächsten Spiel beim Alex-Team CSC Kassel beweisen.
VfB Marburg: Purbs - Enobore, Starostzik, Hendrich, Kuhlmann (84. Tillack), Grönke, Künkel (77. Haddou), Rechmann (64. Alkhleif), Michel, Pfalz (69.Lang), Gaudermann
Hünfelder SV: Maul - Zentgraf, Dücker, Gadermann, Zöll - Kemmerzell, Simon - Vogler (57. Kassa), Fröhlich - Paliatka (71. Witkowski), Trägler (88. Witte)
Tore: 0:1 Aaron Gadermann (52.), 1:1 Yannis Grönke (54.)
Schiedsrichter: Alexander Hauser +++ rl






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