Sigmar Gabriel (SPD), ehemaliger Außenminister und derzeitiger Vorsitzender der Atlantik-Brücke, hat die Debatte um die US-Politik als „überzogenen“ kritisiert. Man tue in Deutschland gerade so, als „ob in Amerika der Bürgerkrieg drohe“, sagte Gabriel am Montag im Deutschlandfunk. Auch in deutschen Großstädten habe es in der Vergangenheit „manchmal gewalttätige Auseinandersetzungen“ gegeben. „Ein bisschen hatte ich in den letzten Wochen und Monaten den Eindruck, Trump kam uns gerade recht, weil wir immer irgendjemanden hatten, der für das Elend der Welt verantwortlich ist.“ Aber die Europäer hätten auch „ein paar Hausaufgaben zu machen“. Die Deutschen zeigten gerne mit dem Finger auf die USA und würden dabei vergessen, „dass viele Dinge, die bei uns zu Hause nicht in Ordnung sind, nichts mit der Frage zu tun haben, wer ist in den USA gerade Präsident“. Viele wichtige Themen wie unter anderem die Spaltung Europas in Nord und Süd, in Wirtschaftsfragen oder die „Unfähigkeit zur gemeinsamen Außenpolitik“ müsse man selber klären und nicht die Vereinigten Staaten, sagte der SPD-Politiker. +++
Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.
Unbedingt notwendige Cookies
Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir deine Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.
Hinterlasse jetzt einen Kommentar